Make-or-Buy-Rechner (Eigenfertigung vs. Fremdbezug)

Vergleichen Sie mit dem Make-or-Buy-Rechner die Gesamtkosten von Eigenentwicklung und Softwarekauf inklusive TCO, Wartung, Lizenzen und Break-Even-Analyse.

874.1K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-07 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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Der Make-or-Buy-Rechner unterstützt IT-Leiter, Produktmanager, Controller und Unternehmensgründer bei der fundierten Entscheidung zwischen Software-Eigenentwicklung (Build) und Fremdbezug bzw. SaaS-Einkauf (Buy). Die strukturierte Gegenüberstellung der Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) über einen frei wählbaren Nutzungszeitraum zeigt objektiv auf, welche Handlungsoption wirtschaftlicher ist und wann die Gewinnschwelle erreicht wird. Alle Berechnungen erfolgen direkt im Browser, sodass sensible Unternehmensdaten vollständig geschützt bleiben.

So nutzen Sie den Make-or-Buy-Rechner

Für einen aussagekräftigen Kostenvergleich sollten alle Finanzdaten für denselben Zeithorizont und in derselben Währung erfasst werden. Das Berechnungstool führt Sie in vier einfachen Schritten durch die Analyse:

  1. Parameter der Eigenentwicklung erfassen — Geben Sie Entwickleranzahl, Entwicklungsdauer in Monaten, monatliche Kosten pro Entwickler, einmalige Entwicklungskosten, laufende Wartung sowie monatliche Server- und Infrastrukturkosten ein.
  2. Kosten für Fremdbezug (Buy / SaaS) hinterlegen — Tragen Sie die monatliche Lizenz- oder Abogebühr, Implementierungsaufwände, Schulungskosten für Mitarbeiter und einmalige Integrationskosten ein.
  3. Nutzungsdauer und Opportunitätskosten festlegen — Bestimmen Sie den geplanten Einsatzzeitraum in Monaten und berücksichtigen Sie bei Bedarf Opportunitätskosten für gebundene Entwicklerressourcen.
  4. Ergebnisse und Amortisation auswerten — Das System ermittelt sofort die Gesamtkosten beider Pfade, die absolute Kostendifferenz sowie den exakten Break-Even-Zeitpunkt.

Nutzen Sie den Make-or-Buy-Rechner auch für Sensitivitätsanalysen, indem Sie einzelne Variablen wie Gehälter oder Lizenzpreise variieren, um deren Einfluss auf das Gesamtergebnis zu prüfen.

Formeln & Methodik — Make-or-Buy-Rechner

Die Wirtschaftlichkeitsrechnung basiert auf der Gegenüberstellung aller initialen und wiederkehrenden Kostenbestandteile über die geplante Nutzungsdauer:

Gesamtkosten Eigenentwicklung (Build) = Entwickler-Personalkosten + Einmalige Entwicklungskosten + (Monatliche Wartung + Monatliche Infrastruktur) × Nutzungsmonate + Opportunitätskosten
Gesamtkosten Fremdbezug (Buy) = Implementierungskosten + Schulungskosten + Integrationskosten + Monatliche Abogebühr × Nutzungsmonate
Kostendifferenz = Gesamtkosten Eigenentwicklung − Gesamtkosten Fremdbezug
Break-Even-Punkt (Monate) = (Initialkosten Build − Initialkosten Buy) ÷ (Monatliche Kosten Buy − Monatliche Kosten Build)
KostenartEigenentwicklung (Build)Fremdbezug / Kauf (Buy)
Initiale KostenGehälter der Entwicklungsphase, Architektur, PrototypingSetup-Gebühren, Datenmigration, Schnittstellen-Integration
Laufende KostenBugfixing, Security-Patches, Server-Hosting, Cloud-InfrastrukturMonatliche oder jährliche SaaS-Abonnements, Nutzerlizenzen
Indirekte KostenOpportunitätskosten (Entwickler fehlen am Kernprodukt)Schulungsaufwand für Anwender, Abhängigkeit vom Anbieter

Anhand dieser Formeln identifiziert der Make-or-Buy-Rechner zuverlässig Kostentreiber und macht ersichtlich, ob Kostenunterschiede primär aus der Entwicklungsphase oder den laufenden Betriebskosten resultieren.

Modellannahmen und Grenzen

Das Modell unterstellt gleichbleibende monatliche Betriebs- und Lizenzkosten über die gewählte Laufzeit. Bei dynamisch wachsenden Nutzerzahlen oder sich verändernden Cloud-Gebühren empfiehlt es sich, die Berechnung mit konservativen sowie optimistischen Szenarien durchzuführen.

Typische Einsatzbereiche in der Praxis

In der betrieblichen Praxis bietet die Gegenüberstellung eine solide Entscheidungsgrundlage für zahlreiche IT- und Produktentscheidungen:

  • SaaS-Evaluation & Toolauswahl — Prüfen, ob Standardsoftware wirtschaftlicher ist als ein kompletter Inhouse-Neubau.
  • Enterprise-Software-Beschaffung — Budgetanträge für Großprojekte mit transparenten TCO-Zahlen und Amortisationszeiten absichern.
  • Interne Tool-Entwicklung — Entscheiden, ob interne Workflow-Tools selbst programmiert oder extern lizenziert werden sollten.
  • Start-up-Ressourcenallokation — Schnelle Marktreife (Time-to-Market) gegen langfristige technische Unabhängigkeit abwägen.

Vergleich: Eigenentwicklung vs. Softwarekauf

KriteriumEigenentwicklung (Build)Standardsoftware / SaaS (Buy)
KapitalbindungHohe Vorabinvestition in EntwicklungGeringe Anfangskosten, planbare operative Raten
BereitstellungszeitMonate bis Jahre EntwicklungszeitSofort oder innerhalb weniger Wochen einsatzbereit
Passgenauigkeit100 % exakt auf interne Prozesse zugeschnittenStandardisiert, erfordert teils Prozessanpassungen
Wartung & SupportVolle interne Verantwortung für Betrieb und UpdatesWartung, Hosting und Patches liegen beim Anbieter
Know-how & IPVollständiges geistiges Eigentum bleibt im HausAbhängigkeit von Drittanbietern (Vendor Lock-in)

Ob Eigenbau oder Kauf die bessere Wahl darstellt, hängt neben den reinen Gesamtkosten auch von Ihren strategischen Kernkompetenzen ab. Der Make-or-Buy-Rechner liefert Ihnen dafür die quantitative Datenbasis.

Häufige Fragen zu Make-or-Buy-Rechner (Eigenfertigung vs. Fremdbezug)

Wie genau ist die Kostenkalkulation im Make-or-Buy-Rechner?

Die Berechnung liefert eine verlässliche Schätzung auf Basis Ihrer eingegebenen Entwicklungs-, Wartungs- und Lizenzkosten. Reale Gesamtkosten können durch spätere Anforderungsänderungen, unerwarteten Integrationsaufwand oder Preisänderungen variieren.

Wann lohnt sich eine Eigenentwicklung gegenüber dem Kauf?

Eine Eigenentwicklung rentiert sich typischerweise, wenn die Software einen strategischen Wettbewerbsvorteil darstellt, hochspezifische Kernprozesse abbildet oder bei langen Nutzungszeiträumen die kumulierten SaaS-Lizenzgebühren die Entwicklungskosten übersteigen.

Wie wird der Break-Even-Punkt beim Make-or-Buy-Vergleich ermittelt?

Der Break-Even-Punkt ergibt sich aus der Differenz der anfänglichen Initialkosten geteilt durch die monatliche Kosteneinsparung. Er beziffert die Anzahl der Monate, nach denen die anfänglich teurere Investition durch geringere monatliche Betriebskosten wirtschaftlicher wird.

Werden meine vertraulichen Unternehmens- und Projektdaten gespeichert?

Nein. Alle Kalkulationen laufen vollständig lokal in Ihrem Webbrowser ab. Es werden keinerlei Finanz-, Personal- oder Projektdaten an externe Server übertragen oder gespeichert.

Ersetzt dieser Rechner eine detaillierte Investitionsprüfung?

Nein. Das Tool dient als transparente Planungshilfe für IT-Entscheider. Für finale Beschaffungsentscheidungen sollten qualitative Kriterien wie Sicherheitsanforderungen, Anbieter-Lock-in und Compliance mit einbezogen werden.