Anleitung zum Akkord-Rechner
Der Akkord-Rechner ermöglicht es Musikern, Produzenten und Musikschülern, den genauen Tonaufbau und die Tonstufen beliebiger Akkorde schnell zu analysieren. Mit wenigen Klicks berechnet das Werkzeug die exakten Töne und das zugrundeliegende Intervallmuster.
- Grundton wählen: Wählen Sie den gewünschten Basston (z. B. C, D#, F# oder A) aus der Liste aus.
- Akkordtyp festlegen: Bestimmen Sie das Tongeschlecht bzw. den Akkordtyp, beispielsweise Dur, Moll, Dominantseptakkord (7), Major 7 (Maj7), Moll 7 (m7), vermindert (dim) oder übermäßig (aug).
- Ergebnis ablesen: Das Ausgabefeld gibt sofort die Tonfolge sowie das Intervallmuster in Halbtonschritten aus.
- Varianten vergleichen: Nutzen Sie den Akkord-Rechner, um Akkordfarben zu vergleichen, indem Sie denselben Grundton mit unterschiedlichen Akkordtypen testen.
Formel und Theorie – Akkord-Rechner
Die Funktionsweise beim Akkord-Rechner basiert auf der mathematischen Intervalllehre der westlichen Musiktheorie. Ausgehend vom Grundton (0 Halbtonschritte) wird jeder Folgeton durch eine definierte Anzahl von Halbtonschritten addiert.
Akkordtöne = Grundton + Halbtonschritt-Muster
Dur-Dreiklang (Major) = [0, 4, 7] (Grundton, große Terz, reine Quinte)
Moll-Dreiklang (Minor) = [0, 3, 7] (Grundton, kleine Terz, reine Quinte)
Dominantseptakkord (7) = [0, 4, 7, 10] (Grundton, große Terz, reine Quinte, kleine Septime)
Major 7 (Maj7) = [0, 4, 7, 11] (Grundton, große Terz, reine Quinte, große Septime)
Moll 7 (m7) = [0, 3, 7, 10] (Grundton, kleine Terz, reine Quinte, kleine Septime)
Vermindert (dim) = [0, 3, 6] (Grundton, kleine Terz, verminderte Quinte)
Übermäßig (aug) = [0, 4, 8] (Grundton, große Terz, übermäßige Quinte)
Intervallmuster im Detail
Ein Dreiklang entsteht klassisch durch Terzschichtung. Die Halbtonabstände bestimmen das Tongeschlecht:
- Dur-Dreiklang: Besteht aus einer großen Terz (4 Halbtöne) und einer darauf aufbauenden kleinen Terz (3 Halbtöne), Gesamtabstand zum Grundton 7 Halbtöne (reine Quinte).
- Moll-Dreiklang: Besteht aus einer kleinen Terz (3 Halbtöne) und einer großen Terz (4 Halbtöne).
- Vierklänge: Erweitern den Dreiklang um eine zusätzliche Terz, wodurch Septimen wie die kleine Septime (10 Halbtöne) oder große Septime (11 Halbtöne) entstehen.
Enharmonische Vereinfachung
In der Musiknotation hängt die Wahl von Kreuzen (#) oder Be-Vorzeichen (b) von der jeweiligen Tonart ab. Der Akkord-Rechner vereinfacht die Darstellung auf Kreuz-Vorzeichen, um eine schnelle Tonhöhenerkennung im Browser zu gewährleisten. So wird beispielsweise der Ton Eb als D# dargestellt.
Typische Einsatzbereiche für den Akkord-Rechner
- Instrumentalpraxis: Akkordaufbau für Klavier, Gitarre, Bass oder Ukulele schnell nachschlagen.
- Songwriting & Musikproduktion: Harmonien und Voicings beim Einspielen von MIDI-Spuren in der DAW überprüfen.
- Gehörbildung & Musiktheorie: Halbtonabstände von Dreiklängen und Septakkorden systematisch erlernen.
- Transposition & Analyse: Notenmuster verstehen und auf andere Tonarten übertragen.
Praktisches Beispiel mit dem Akkord-Rechner
Möchten Sie einen C-Dur-Dreiklang berechnen, setzt der Akkord-Rechner das Muster [0, 4, 7] an:
- Grundton (0 Halbtöne): C
- Große Terz (4 Halbtöne höher): E
- Reine Quinte (7 Halbtöne höher): G
Die Ausgabe im Akkord-Rechner lautet somit C - E - G.