Zerebraler Perfusionsdruck (CPP) Rechner

Online-CPP-Rechner: Berechnen Sie den zerebralen Perfusionsdruck aus MAP und ICP in mmHg. Schnelle klinische Einordnung der Hirndurchblutung.

924.0K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-25 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
AD

So nutzen Sie den CPP-Rechner

Der CPP-Rechner unterstützt medizinisches Fachpersonal, Studierende und Pflegekräfte bei der schnellen und präzisen Ermittlung des zerebralen Perfusionsdrucks (Cerebral Perfusion Pressure, CPP). In der Notfall- und Neurointensivmedizin ist dieser Druckgradient essenziell, um eine adäquate Sauerstoff- und Substratversorgung des Gehirns sicherzustellen.

Um den zerebralen Perfusionsdruck mit dem CPP-Rechner zu bestimmen, gehen Sie in wenigen Schritten vor:

  1. Mittleren arteriellen Druck (MAP) eingeben — Tragen Sie den mittleren arteriellen Blutdruck in mmHg ein. Dieser wird idealerweise über einen arteriellen Katheter invasiv gemessen oder aus Systole und Diastole ermittelt.
  2. Intrakraniellen Druck (ICP) eingeben — Geben Sie den intrakraniellen Druck (Hirndruck) in mmHg ein, der in der Praxis meist über eine externe Ventrikeldrainage oder eine Parenchymsonde abgeleitet wird.
  3. Ergebnis analysieren — Der CPP-Rechner subtrahiert den ICP vom MAP und liefert sofort den resultierenden Perfusionsdruck sowie eine verlässliche Orientierungseinstufung.

Mit dem CPP-Rechner lassen sich physiologische Druckveränderungen transparent nachvollziehen und therapeutische Anpassungen am Krankenbett zügig überprüfen.

Formel und physiologische Grundlagen im CPP-Rechner

Die mathematische Grundlage im CPP-Rechner folgt der etablierten neurophysiologischen Gleichung:

CPP = MAP - ICP

Die einzelnen Größen bedeuten:

  • CPP (Cerebral Perfusion Pressure): Zerebraler Perfusionsdruck in mmHg, der die Triebkraft für den zerebralen Blutfluss darstellt.
  • MAP (Mean Arterial Pressure): Mittlerer arterieller Blutdruck in mmHg als treibender Einstromdruck des Gefäßsystems.
  • ICP (Intracranial Pressure): Intrakranieller Druck in mmHg als extravaskulärer Gewebs- und Liquordruck im rigiden Schädel.

(Hinweis: Sollte der zentralvenöse Druck (ZVD / CVP) höher sein als der ICP, bildet dieser den wirksamen Gegendruck und wird anstelle des ICP herangezogen).

Klinische Einordnung der Berechnungen

Der CPP-Rechner stuft die Ergebnisse in klinisch relevante Orientierungsbereiche ein:

CPP-Bereich (mmHg)EinstufungKlinische Relevanz
< 60 mmHgNiedriger Perfusionsdruck (Hypoperfusion)Erhöhtes Risiko für zerebrale Ischämie, Hypoxie und neuronale Schäden.
60 – 70 mmHgÜblicher Zielbereich (Neuro-Trauma)Häufiger therapeutischer Zielwert bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma (SHT).
70 – 80 mmHgPhysiologischer NormalbereichOptimale Gewebeperfusion bei intakter zerebraler Autoregulation.
> 80 mmHgHoher Perfusionsdruck (Hyperperfusion)Mögliche Begünstigung von Hirnödemen, pulmonalen Komplikationen oder Hyperämie.

Typische Einsatzbereiche für den CPP-Rechner

In verschiedenen klinischen und akademischen Kontexten bietet der CPP-Rechner wertvollen Nutzen:

  • Neurochirurgie & Intensivstation: Kontinuierliche Überwachung und Steuerung des Hirndrucks bei Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen oder postoperativen Verläufen mit dem CPP-Rechner.
  • Notfallmedizin & Schockraum: Schnelle Orientierung bei bewusstlosen Traumapatienten und akutem Verdacht auf intrakranielle Druckerhöhung.
  • Medizinische Lehre & Simulation: Der CPP-Rechner veranschaulicht anschaulich, wie sich MAP-Anhebungen (durch Volumen und Vasopressoren) und ICP-Senkungen (durch Osmotherapeutika oder Liquordrainagen) auf die Hirndurchblutung auswirken.

Häufige Fragen zu Zerebraler Perfusionsdruck (CPP) Rechner

Welche Einheiten müssen für MAP und ICP im CPP-Rechner verwendet werden?

Beide Parameter (MAP und ICP) werden in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben. Dementsprechend wird auch der berechnete zerebrale Perfusionsdruck (CPP) im CPP-Rechner in mmHg ausgegeben.

Was ist ein normaler Zielwert für den zerebralen Perfusionsdruck?

Bei Erwachsenen liegt der physiologische Normalwert des CPP typischerweise zwischen 60 und 80 mmHg (oft bis 100 mmHg). In der Neurointensivmedizin, beispielsweise beim Schädel-Hirn-Trauma, wird meist ein therapeutischer Zielbereich von 60 bis 70 mmHg angestrebt.

Kann der zerebrale Perfusionsdruck im CPP-Rechner negativ werden?

Mathematisch ja, wenn der intrakranielle Druck (ICP) den mittleren arteriellen Druck (MAP) übersteigt. Klinisch signalisiert ein stark abfallender oder negativer CPP eine lebensbedrohliche Perfusionskrise bis hin zum zerebralen Kreislaufstillstand.

Wie berechnet man den MAP, falls er nicht direkt vorliegt?

Falls der mittlere arterielle Druck nicht direkt arteriell gemessen wird, lässt er sich aus dem systolischen (SBP) und diastolischen Blutdruck (DBP) näherungsweise ermitteln: MAP = (SBP + 2 × DBP) / 3. Das Resultat kann direkt in den CPP-Rechner eingesetzt werden.

Werden eingegebene Patientendaten im CPP-Rechner gespeichert?

Nein. Sämtliche Kalkulationen im CPP-Rechner werden rein lokal in Ihrem Webbrowser ausgeführt. Es erfolgt keinerlei Übertragung oder Speicherung sensibler medizinischer Daten.