FeNa-Rechner

Kostenloser FeNa-Rechner: Berechnen Sie die fraktionelle Natriumexkretion zur Differenzierung von prärenalem und renalem Nierenversagen schnell und präzise.

842.3K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-19 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den FeNa-Rechner

Der FeNa-Rechner ermittelt die fraktionelle Natriumexkretion anhand von vier laborchemischen Routineparametern: Natrium im Urin, Natrium im Serum, Kreatinin im Urin und Kreatinin im Serum. Dieses Tool unterstützt medizinisches Fachpersonal und Studierende bei der Einordnung von Oligurie und akutem Nierenversagen (AKI).

  1. Urin-Natrium eingeben — Tragen Sie die Natriumkonzentration im Spontanurin in mmol/l oder mval/l ein.
  2. Serum-Natrium eingeben — Geben Sie die aktuelle Natriumkonzentration im Blutserum ein (mmol/l oder mval/l).
  3. Urin-Kreatinin und Serum-Kreatinin erfassen — Wählen Sie die gewünschte Einheit (mg/dl, µmol/l oder mmol/l). Das Berechnungstool rechnet abweichende Einheiten automatisch vor der Berechnung um.
  4. Klinische Kontextfaktoren markieren — Optional können Sie Begleitfaktoren wie Diuretika-Einnahme, vorbestehende chronische Niereninsuffizienz (CKD), Oligurie oder Infusionstherapie auswählen.
  5. Ergebnis analysieren — Der FeNa-Rechner berechnet den prozentualen FeNa-Wert und stellt den genauen Rechenweg transparent dar.

Formel & Methodik im FeNa-Rechner

Der FeNa-Rechner basiert auf dem Verhältnis der renalen Natrium-Clearance zur glomerulären Filtrationsrate (Kreatinin-Clearance). Die mathematische Formel lautet:

FeNa (%) = (Urin-Natrium × Serum-Kreatinin) ÷ (Serum-Natrium × Urin-Kreatinin) × 100

Bedeutung der Parameter

ParameterBeschreibungTypische Einheiten
Urin-Natrium ($U_{\text{Na}}$)Natriumkonzentration im Urinmmol/l, mval/l
Serum-Natrium ($S_{\text{Na}}$)Natriumkonzentration im Serummmol/l, mval/l
Urin-Kreatinin ($U_{\text{Krea}}$)Kreatininkonzentration im Urinmg/dl, µmol/l, mmol/l
Serum-Kreatinin ($S_{\text{Krea}}$)Kreatininkonzentration im Serummg/dl, µmol/l, mmol/l

Um Rechenfehler zu vermeiden, führt der FeNa-Rechner standardisierte Einheitenumrechnungen für Kreatinin durch:

Kreatinin in µmol/l ÷ 88,4 = Kreatinin in mg/dl
Kreatinin in mmol/l × 11,312 = Kreatinin in mg/dl

Klinische Interpretation der FeNa-Werte

Die fraktionelle Natriumexkretion hilft bei der differentialdiagnostischen Unterscheidung der Ursachen eines akuten Nierenversagens:

  • FeNa < 1 % (Prärenale Azotämie / Minderperfusion): Bei vermindertem effektivem zirkulierendem Blutvolumen (z. B. durch Exsikkose, Herzinsuffizienz, Sepsis oder Blutung) reagieren intakte Nierentubuli mit einer maximalen Rückresorption von Natrium und Wasser. Es wird weniger als 1 % des filtrierten Natriums ausgeschieden.
  • FeNa 1 % bis 2 % (Intermediärer Graubereich): Ein intermediärer Wert kann bei beginnender Tubulusschädigung, leichten prärenalen Zuständen oder Mischformen auftreten und erfordert eine engmaschige klinische Gesamteinschätzung.
  • FeNa > 2 % (Intrarenales / Renales Nierenversagen): Bei einer akuten Tubulusnekrose (ATN) oder akuter interstitieller Nephritis ist die tubuläre Rückresorptionsfähigkeit geschädigt. Die Niere verliert Natrium, sodass der Exkretionsanteil über 2 % ansteigt.

Wichtige Einflussfaktoren und Grenzen des FeNa-Rechners

Bei der Auswertung der Ergebnisse im FeNa-Rechner müssen folgende klinische Aspekte beachtet werden:

  • Diuretika: Schleifendiuretika und Thiazide blockieren tubuläre Natriumtransporter und führen zu falsch-hohen FeNa-Werten. Bei diuretischer Vorbehandlung ist die Aussagekraft eingeschränkt; hier empfiehlt sich die Berechnung der fraktionellen Harnstoffexkretion (FEUrea).
  • Chronische Niereninsuffizienz (CKD): Bei fortgeschrittener CKD kompensieren verbliebene Nephrone durch eine erhöhte basale fraktionelle Natriumexkretion, was die Spezifität des Tests verringert.
  • Kontrastmittel-Nephropathie & Rhabdomyolyse: Diese intrarenalen Ursachen können paradoxerweise mit einer FeNa < 1 % einhergehen (durch frühe renale Vasokonstriktion).
  • Akute Glomerulonephritis: Auch bei akuter glomerulärer Schädigung bleibt die tubuläre Rückresorption oft zunächst intakt (FeNa häufig < 1 %).

Typische Anwendungsbereiche für den FeNa-Rechner

Der FeNa-Rechner ist ein bewährtes Hilfsmittel in verschiedenen klinischen Situationen:

  • Notaufnahme & Schockraum: Schnelle Differenzierung von Dehydratation und strukturellem Nierenschaden bei oligurischen Patienten.
  • Intensivmedizin (ITS): Verlaufsbeurteilung und Therapiesteuerung bei akutem Nierenversagen im Rahmen von Sepsis oder Multiorganversagen.
  • Nephrologie: Strukturierte laborchemische Befundung und Evaluation von Nierenfunktionsstörungen mit dem FeNa-Rechner.
  • Medizinstudium & Facharztweiterbildung: Der FeNa-Rechner eignet sich optimal zur Veranschaulichung der renalen Physiologie und Tubulusfunktion.

Hinweis: Der FeNa-Rechner dient rein informativen und didaktischen Zwecken. Diagnosen und Therapieentscheidungen müssen stets durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal im Gesamtzusammenhang getroffen werden.

Häufige Fragen zu FeNa-Rechner

Was berechnet der FeNa-Rechner?

Der FeNa-Rechner berechnet die fraktionelle Natriumexkretion (FeNa). Dieser Prozentwert gibt an, welcher Anteil des glomerulär filtrierten Natriums im Urin ausgeschieden wird, und unterstützt die Differentialdiagnose beim akuten Nierenversagen.

Welche Formel nutzt der FeNa-Rechner?

Die Berechnung erfolgt mit der Standardformel: FeNa (%) = (Urin-Natrium × Serum-Kreatinin) / (Serum-Natrium × Urin-Kreatinin) × 100. Dabei werden unterschiedliche Kreatinin-Einheiten vorab automatisch vereinheitlicht.

Wie werden die Werte im FeNa-Rechner interpretiert?

Ein FeNa-Wert unter 1 % spricht für ein prärenales Nierenversagen mit intakter Tubulusfunktion. Ein Wert über 2 % weist auf einen renalen bzw. tubulären Schaden hin (z. B. akute Tubulusnekrose). Werte zwischen 1 % und 2 % gelten als diagnostischer Graubereich.

Warum ist der FeNa-Rechner bei Diuretika-Gabe eingeschränkt?

Diuretika wie Schleifendiuretika steigern die renale Natriumausscheidung künstlich. Dadurch kann der FeNa-Wert trotz prärenaler Ursache über 1 % liegen. In solchen Fällen ist die fraktionelle Harnstoffexkretion (FEUrea) aussagekräftiger.

Werden meine Daten im FeNa-Rechner gespeichert?

Nein. Alle Berechnungen im FeNa-Rechner finden ausschließlich lokal in Ihrem Webbrowser statt. Es werden zu keinem Zeitpunkt sensible Labor- oder Patientendaten an Server übermittelt.