KGV-Rechner

Kostenloser KGV-Rechner: Berechnen Sie das Kurs-Gewinn-Verhältnis aus Aktienkurs und EPS oder Marktkapitalisierung und Nettogewinn zur Aktienbewertung.

887.8K Berechnungen Aktualisiert · 2026-04-28 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den KGV-Rechner für Ihre Aktienanalyse

Der KGV-Rechner bietet zwei flexible Berechnungsmodi, damit Sie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV / englisch P/E Ratio) jederzeit unkompliziert ermitteln können:

  1. Nach Aktienkurs & Gewinn je Aktie (EPS) — Geben Sie den aktuellen Börsenkurs der Aktie sowie den Gewinn je Aktie (Earnings Per Share, EPS) ein. Das Berechnungstool teilt den Aktienkurs durch den EPS und liefert Ihnen unmittelbar das entsprechende KGV.
  2. Nach Marktkapitalisierung & Nettogewinn — Tragen Sie den gesamten Börsenwert (Marktkapitalisierung) des Unternehmens und den erzielten Jahresüberschuss (Nettogewinn) ein. Das Tool berechnet daraus das exakt gleiche Bewertungsverhältnis auf Unternehmensebene.

Nach der Eingabe blendet das System eine kompakte Interpretation des berechneten Werts ein – von verlustbringenden Unternehmen mit negativem KGV bis hin zu Titeln mit sehr hohem Bewertungsniveau im Wachstumssegment.

Formeln & mathematische Grundlagen im KGV-Rechner

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis stützt sich auf zwei mathematisch äquivalente Formeln zur Ermittlung der fundamentalen Bewertung:

KGV = Aktienkurs ÷ Gewinn je Aktie (EPS)
KGV = Marktkapitalisierung ÷ Nettogewinn (Jahresüberschuss)
ParameterBedeutung und Definition
AktienkursAktueller Marktpreis einer einzelnen Aktie an der Wertpapierbörse
Gewinn je Aktie (EPS)Auf eine einzelne Aktie entfallender Reingewinn des Unternehmens
MarktkapitalisierungGesamter Marktwert aller ausstehenden Aktien eines börsennotierten Unternehmens
NettogewinnJahresüberschuss nach Steuern und Zinsen für die betrachtete Rechnungsperiode

Beide Rechenwege führen zum identischen Ergebnis: Multipliziert man Aktienkurs und EPS jeweils mit der Gesamtzahl aller Aktien, entspricht das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Nettogewinn exakt dem Verhältnis von Kurs zu Einzelgewinn.

Praktisches Rechenbeispiel mit dem KGV-Rechner

Angenommen, ein börsennotiertes Unternehmen notiert bei einem Aktienkurs von 120,00 € und weist einen Gewinn je Aktie von 8,00 € aus:

KGV = 120,00 € ÷ 8,00 € = 15,00

Alternativ verfügt die Gesellschaft über 50 Millionen ausgegebene Aktien, was einer Marktkapitalisierung von 6.000.000.000 € (6 Mrd. €) und einem Jahresüberschuss von 400.000.000 € (400 Mio. €) entspricht. Der KGV-Rechner ermittelt auch in diesem Fall:

KGV = 6.000.000.000 € ÷ 400.000.000 € = 15,00

Ein KGV von 15 bedeutet anschaulich, dass Anleger bereit sind, das 15-Fache des aktuellen Jahresgewinns für die Aktie zu bezahlen. Umgekehrt beträgt die Gewinnrendite (Earnings Yield) in diesem Fall 1 ÷ 15 = 6,67 %.

Interpretation der KGV-Werte im KGV-Rechner

Der KGV-Rechner ordnet das ermittelte Kurs-Gewinn-Verhältnis anhand praxisnaher Schwellenwerte ein:

  • Negatives KGV (< 0): Das Unternehmen erwirtschaftet aktuell Verluste. Multiplikatoren sind in diesem Fall kaum aussagekräftig, weshalb Analysten eher auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) oder Cashflow-Kennzahlen ausweichen.
  • Niedriges KGV (< 10): Signalisiert häufig eine Value-Aktie oder eine potenzielle Unterbewertung. Anleger sollten jedoch genau prüfen, ob strukturelle Risiken oder bevorstehende Gewinneinbrüche vorliegen (sogenannte Value Trap).
  • Moderates KGV (10 bis 25): Typischer Bewertungsbereich für etablierte Unternehmen in soliden Branchen mit verlässlicher Ertragskraft und durchschnittlichen Wachstumsraten.
  • Hohes KGV (25 bis 50): Der Markt preist ein überdurchschnittlich starkes künftiges Gewinnwachstum ein. Diese Bewertungen finden sich häufig bei innovativen Technologie- oder Qualitätsaktien.
  • Sehr hohes KGV (> 50): Vor allem bei dynamischen Wachstumsunternehmen oder spekulativen Hype-Titeln anzutreffen. Bei solch ambitionierten Bewertungen können bereits geringfügige Verfehlungen der Markterwartungen zu deutlichen Kursrücksetzern führen.

Grenzen und Einschränkungen beim Einsatz des KGV

Obwohl der KGV-Rechner eine der beliebtesten Kennzahlen der Fundamentalanalyse liefert, sollten Sie folgende Faktoren bei der Gesamtbewertung berücksichtigen:

  1. Verzerrung durch Einmaleffekte: Außerordentliche Gewinne aus Unternehmensverkäufen oder hohe Einmalabschreibungen können den Nettogewinn eines Jahres stark verfälschen.
  2. Verschuldungsgrad wird ignoriert: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis berücksichtigt nicht die Kapitalstruktur. Zwei Gesellschaften mit identischem KGV können völlig unterschiedliche Finanzierungs- und Zinsrisiken aufweisen.
  3. Erhebliche Branchenunterschiede: Ein KGV von 18 kann für einen Automobilhersteller historisch teuer sein, während es für ein margenstarkes Softwareunternehmen als sehr günstig gilt.
  4. Zyklische Schwankungen: Bei zyklischen Unternehmen (wie Chemie-, Halbleiter- oder Industrieunternehmen) ist das KGV auf dem Höhepunkt des Konjunkturzyklus oft trügerisch niedrig und in der Rezession extrem hoch.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Ergebnisse aus dem KGV-Rechner stets mit ergänzenden Bewertungskennzahlen wie dem PEG-Verhältnis (Price/Earnings-to-Growth), dem EV/EBITDA-Multiple und dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) abzugleichen.

Typische Anwendungsbereiche für den KGV-Rechner

Der KGV-Rechner unterstützt Privatanleger, Studierende und Finanzanalysten in vielfältigen Praxissituationen:

  • Aktienbewertung & Screening: Prüfen Sie schnell und zuverlässig, ob ein Einzeltitel im historischen Vergleich oder gegenüber dem Gesamtmarkt attraktiv bewertet ist.
  • Peer-Group-Vergleich: Vergleichen Sie mit dem KGV-Rechner direkte Wettbewerber innerhalb derselben Branche, um relative Bewertungsunterschiede und Marktchancen aufzudecken.
  • Szenarioanalyse für Gewinnschätzungen: Nutzen Sie den KGV-Rechner, um zu simulieren, wie sich veränderte Analystenschätzungen oder Gewinnprognosen auf die Bewertung auswirken.
  • Finanzielle Bildung: Vertiefen Sie Ihr Verständnis für fundamentale Bewertungsmodelle und lernen Sie, Aktienkurse fundiert in Relation zur Ertragskraft eines Unternehmens zu setzen.

Wichtiger Hinweis zur Aktienanalyse

Dieser KGV-Rechner dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, Anlagevermittlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Investitionen an den Kapitalmärkten sind stets mit Risiken verbunden.

Häufige Fragen zu KGV-Rechner

Was ist ein gutes oder normales Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)?

Ein pauschal gutes KGV gibt es nicht, da der Richtwert stark von Branche, Zinsniveau und erwartetem Gewinnwachstum abhängt. Während reife Industrie- oder Versorgeraktien oft ein KGV von 10 bis 15 aufweisen, liegen dynamische Wachstumsunternehmen häufig bei 30 bis 50 oder höher. Der KGV-Rechner hilft Ihnen bei der schnellen Orientierung.

Was bedeutet ein negatives KGV im KGV-Rechner?

Ein negatives KGV entsteht, wenn ein Unternehmen einen Nettoverlust ausweist (negativer EPS). In der professionellen Aktienanalyse wird ein negatives KGV meist als nicht aussagekräftig eingestuft, da Multiplikatoren bei Verlusten keine belastbare Bewertung erlauben.

Was ist der Unterschied zwischen Trailing KGV und Forward KGV?

Das Trailing KGV (historisches KGV) basiert auf den tatsächlich erzielten Gewinnen der vergangenen zwölf Monate (TTM). Das Forward KGV (erwartetes KGV) nutzt die prognostizierten Gewinne der Analysten für das kommende Geschäftsjahr. Mit dem KGV-Rechner können Sie beide Varianten berechnen.

Wie unterscheidet sich das KGV vom Shiller-KGV (CAPE)?

Das klassische KGV betrachtet den Gewinn eines einzelnen Jahres. Das Shiller-KGV (Cyclically Adjusted Price-to-Earnings Ratio, CAPE) nutzt dagegen den inflationsbereinigten Durchschnittsgewinn von zehn Jahren, um konjunkturelle Schwankungen auszugleichen.

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