Mietrendite-Rechner

Mit dem Mietrendite-Rechner Brutto- & Nettomietrendite, Cashflow und Eigenkapitalrendite für Immobilien online berechnen. Jetzt Kapitalanlage kalkulieren!

811.2K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-14 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
AD

Eine fundierte Rentabilitätsanalyse ist das Fundament jeder erfolgreichen Immobilieninvestition. Mit dem Mietrendite-Rechner können Kapitalanleger, Vermieter und Immobilienkäufer in Sekundenschnelle berechnen, ob sich der Erwerb einer vermieteten Eigentumswohnung oder eines Mehrfamilienhauses wirtschaftlich lohnt. Der Mietrendite-Rechner liefert dabei nicht nur die einfache Bruttomietrendite, sondern kalkuliert auch die weitaus aussagekräftigere Nettomietrendite, den monatlichen Cashflow, den jährlichen Reinertrag (Net Operating Income, NOI) sowie die Eigenkapitalrendite (Cash-on-Cash Return).

Wie funktioniert der Mietrendite-Rechner?

Die Nutzung des Rechners ist denkbar einfach und auf schnelle sowie präzise Ergebnisse ausgelegt:

  1. Kaufpreis und Nebenkosten erfassen: Geben Sie den vereinbarten Kaufpreis der Immobilie sowie die anfallenden Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Grundbuchkosten und Maklerprovision) ein.
  2. Finanzierungsstruktur festlegen: Tragen Sie Ihren Eigenkapitalanteil sowie den Sollzinssatz und die gewünschte Kreditlaufzeit für das Baudarlehen ein.
  3. Mieteinnahmen und Leerstandsrisiko angeben: Hinterlegen Sie die monatliche Kaltmiete und ein realistisches Mietausfallwagnis in Prozent.
  4. Laufende nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten eintragen: Berücksichtigen Sie die Instandhaltungsrücklage, Hausverwaltungskosten und nicht umlegbare Betriebskosten.
  5. Ergebnisse im Mietrendite-Rechner ablesen: Der Mietrendite-Rechner berechnet sofort den monatlichen Netto-Cashflow, die Gesamtkapitalrendite (Cap Rate), die Eigenkapitalrendite und die Amortisationsdauer Ihres Investments.

Mit dem Mietrendite-Rechner können Sie verschiedene Kaufpreisangebote, Finanzierungsmodelle und Zinsszenarien direkt miteinander vergleichen, ohne mühsam Tabellenkalkulationen erstellen zu müssen.

Bruttomietrendite vs. Nettomietrendite: Der entscheidende Unterschied

Beim Vergleich von Immobilienangeboten auf Exposés stößt man meist zuerst auf die Bruttomietrendite. Der Mietrendite-Rechner unterscheidet jedoch klar zwischen beiden Kennzahlen:

  • Bruttomietrendite: Sie setzt lediglich die jährliche Kaltmiete ins Verhältnis zum reinen Kaufpreis der Immobilie. Kaufnebenkosten (die in Deutschland je nach Bundesland zwischen 7 % und 15 % liegen) und laufende Instandhaltungskosten werden vollständig ignoriert. Sie dient daher nur als grober Schnell-Check.
  • Nettomietrendite: Sie bezieht alle tatsächlichen Anschaffungskosten (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten und anfängliche Renovierungskosten) sowie alle nicht auf den Mieter umlagefähigen Bewirtschaftungskosten ein. Der Mietrendite-Rechner nutzt diese Kennzahl, um die echte wirtschaftliche Ertragskraft der Immobilie abzubilden.

Mathematische Formeln & Berechnungsgrundlagen

Der Mietrendite-Rechner stützt sich auf etablierte immobilienwirtschaftliche Kennzahlen und transparente mathematische Formeln.

1. Gesamte Anschaffungskosten

$$\text{Gesamtkosten} = \text{Kaufpreis} + \text{Kaufnebenkosten} + \text{Sanierungskosten}$$

2. Effektive Jahreskaltmiete

$$\text{Effektive Jahreskaltmiete} = (\text{Monatliche Kaltmiete} \times 12) \times (1 - \text{Mietausfallquote})$$

3. Jährlicher Reinertrag (Net Operating Income / NOI)

$$\text{NOI} = \text{Effektive Jahreskaltmiete} - \text{Nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten}$$

Zu den nicht umlagefähigen Betriebskosten zählen:

  • Gesetzliche oder kalkulatorische Instandhaltungsrücklage
  • Kosten der Haus- und Sondereigentumsverwaltung
  • Jährliche Versicherungsanteile und Steuern, sofern nicht umlegbar
  • Rücklagen für Mietausfallwagnis

4. Gesamtkapitalrendite (Cap Rate / Nettomietrendite)

$$\text{Cap Rate} = \left( \frac{\text{NOI}}{\text{Gesamte Anschaffungskosten}} \right) \times 100%$$

5. Monatlicher Cashflow nach Finanzierung

$$\text{Monatlicher Cashflow} = \frac{\text{NOI}}{12} - \text{Monatliche Darlehensrate}$$

Hierbei setzt sich die monatliche Darlehensrate aus dem Zinsaufwand und der Tilgungsrate für das aufgenommene Fremdkapital zusammen.

6. Eigenkapitalrendite (Cash-on-Cash Return)

$$\text{Cash-on-Cash Return} = \left( \frac{\text{Jährlicher Cashflow}}{\text{Tatsächlich eingesetztes Eigenkapital}} \right) \times 100%$$

Das eingesetzte Eigenkapital umfasst die Eigenkapitalanzahlung auf den Kaufpreis, die Kaufnebenkosten sowie eigenfinanzierte Renovierungsaufwendungen.

7. Amortisationszeit (Payback Period)

$$\text{Amortisationszeit (in Jahren)} = \frac{\text{Eingesetztes Eigenkapital}}{\text{Jährlicher Cashflow}}$$

Praxisbeispiel: Renditeberechnung einer Eigentumswohnung

Betrachten wir ein realistisches Beispiel für eine vermietete 3-Zimmer-Wohnung in einer deutschen Großstadt, das mit dem Mietrendite-Rechner analysiert wird:

  • Kaufpreis: 250.000 €
  • Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler): 25.000 € (10 %)
  • Sanierungskosten: 5.000 €
  • Gesamte Anschaffungskosten: 280.000 €
  • Eigenkapital: 60.000 € (Darlehen: 220.000 € zu 3,5 % Sollzins und 2 % Tilgung, Monatsrate = 1.008,33 €)
  • Monatliche Kaltmiete: 1.100 € (Jahreskaltmiete: 13.200 €)
  • Mietausfallwagnis: 3 % (Effektive Kaltmiete: 12.804 € / Jahr)
  • Nicht umlagefähige Kosten (Instandhaltung, WEG-Verwaltung): 1.800 € / Jahr

Ergebnisse im Mietrendite-Rechner:

  1. Bruttomietrendite: $\frac{13.200}{250.000} \times 100 = 5,28%$
  2. Jährlicher Reinertrag (NOI): $12.804 € - 1.800 € = 11.004 €$
  3. Nettomietrendite (Cap Rate): $\frac{11.004}{280.000} \times 100 = 3,93%$
  4. Jährlicher Schuldendienst: $1.008,33 € \times 12 = 12.100 €$
  5. Monatlicher Netto-Cashflow: $\frac{11.004 € - 12.100 €}{12} = -91,33 €$
  6. Eigenkapitalrendite (Cash-on-Cash): Negativer Cashflow führt zu einer Eigenkapitalrendite von $-1,83%$.

Dieses Beispiel verdeutlicht, warum der Mietrendite-Rechner unverzichtbar ist: Trotz einer auf den ersten Blick attraktiven Bruttomietrendite von über 5,2 % zeigt die detaillierte Analyse im Mietrendite-Rechner, dass bei einer Tilgung von 2 % ein monatlicher Eigenanteil von ca. 91 € zugeführt werden muss.

Übersicht: Die wichtigsten Renditekennzahlen im Vergleich

KennzahlEinbezogene FaktorenVor- und NachteileAussagekraft
BruttomietrenditeJahreskaltmiete, KaufpreisSehr schnell berechenbar, ignoriert aber NebenkostenGrober Ersteindruck
Nettomietrendite (Cap Rate)Reinertrag (NOI), GesamterwerbskostenBerücksichtigt Nebenkosten und Instandhaltung, ohne FremdkapitalObjektive Objektqualität
Eigenkapitalrendite (CoC)Netto-Cashflow, eingesetztes EigenkapitalBerücksichtigt Finanzierungshebel (Leverage-Effekt)Rendite des eigenen Geldes
CashflowEffektive Miete, Zins, Tilgung, BewirtschaftungZeigt den tatsächlichen monatlichen LiquiditätsüberschussFinanzielle Tragfähigkeit

Mit dem Mietrendite-Rechner können Sie alle vier Kennzahlen gleichzeitig auswerten und fundierte Anlageentscheidungen treffen.

Wichtige Faktoren für Kapitalanleger im DACH-Raum

Bei der Bewertung von Renditeimmobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Kaufnebenkosten exakt kalkulieren: Je nach Bundesland variiert die Grunderwerbsteuer in Deutschland zwischen 3,5 % (z. B. Bayern, Sachsen) und 6,5 % (z. B. NRW, Schleswig-Holstein). Hinzu kommen ca. 1,5 % bis 2 % für Notar und Grundbucheintrag sowie gegebenenfalls 3,57 % Maklerprovision.
  • Instandhaltungsrücklage realistisch ansetzen: Ältere Bestandsimmobilien erfordern oft 1,00 € bis 1,50 € pro Quadratmeter monatlich als Instandhaltungsrücklage, während bei Neubauten oft 0,50 € genügen.
  • Zinsänderungsrisiko und Zinsbindung absichern: Nach Ablauf der Zinsbindung kann ein höheres Zinsniveau den Cashflow belasten. Prüfen Sie mit dem Mietrendite-Rechner verschiedene Zinsszenarien.
  • Hebeleffekt (Leverage-Effekt) nutzen: Wenn die Gesamtkapitalrendite über dem Darlehenszins liegt, steigert der Einsatz von Fremdkapital die Eigenkapitalrendite. Liegt der Darlehenszins jedoch darüber, kippt der Hebel ins Negative.

Wann lohnt sich der Einsatz des Mietrendite-Rechners?

Der Mietrendite-Rechner eignet sich für zahlreiche praktische Einsatzbereiche:

  • Immobilieninvestoren: Schnelle Vorselektion von Exposés auf Immobilienportalen.
  • Privatanleger: Planung des Vermögensaufbaus und der Altersvorsorge mit vermieteten Eigentumswohnungen.
  • Finanzberater & Makler: Verständliche und transparente Aufbereitung von Rentabilitätsdaten für Kunden.
  • Kaufpreisverhandlungen: Fundierte Argumentationsbasis bei Preisverhandlungen auf Basis der berechneten Nettorendite.

Nutzen Sie den Mietrendite-Rechner, um Ihre Immobilieninvestition objektiv zu prüfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Ihre Rendite langfristig zu maximieren.

Häufige Fragen zu Mietrendite-Rechner

Was ist der Unterschied zwischen Bruttomietrendite und Nettomietrendite?

Die Bruttomietrendite setzt lediglich die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Die Nettomietrendite bezieht hingegen alle Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) sowie laufende, nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten (Instandhaltung, Verwaltung, Mietausfallwagnis) ein und ist daher deutlich aussagekräftiger.

Was ist eine gute Mietrendite bei einer Immobilie als Kapitalanlage?

Als Faustregel gilt bei der Nettomietrendite ein Wert von 3 % bis 4 % in gefragten Metropolen und A-Lagen als solide. In B- und C-Lagen werden häufig 4,5 % bis 6 % oder mehr angestrebt, um ein höheres Leerstands- und Wiedervermietungsrisiko auszugleichen.

Wie unterscheidet sich die Gesamtkapitalrendite (Cap Rate) von der Eigenkapitalrendite?

Die Cap Rate berechnet den operativen Reinertrag (NOI) bezogen auf die gesamten Anschaffungskosten ohne Fremdfinanzierungseinfluss. Die Eigenkapitalrendite (Cash-on-Cash Return) misst den tatsächlichen Nachsteuer-Cashflow nach Abzug der Darlehensrate im Verhältnis zum tatsächlich eingesetzten Eigenkapital.

Welche Kosten gehören zu den nicht umlagefähigen Betriebskosten?

Nicht umlagefähig sind insbesondere die Instandhaltungsrücklage, Kosten der Haus- und Sondereigentumsverwaltung, das Mietausfallwagnis sowie Kontoführungs- und Finanzierungskosten. Diese Kosten müssen Sie als Eigentümer aus den Mieteinnahmen selbst tragen.

Wie berechnet der Mietrendite-Rechner den monatlichen Cashflow?

Der monatliche Cashflow ergibt sich aus den bereinigten Kaltmieteinnahmen (nach Abzug des Mietausfallwagnisses) abzüglich der monatlichen Darlehensrate (Zins und Tilgung) sowie aller nicht umlagefähigen monatlichen Bewirtschaftungskosten.

Werden meine eingegebenen Daten auf einem Server gespeichert?

Nein. Der Mietrendite-Rechner verarbeitet alle Eingaben und Berechnungen ausschließlich lokal in Ihrem Webbrowser. Es werden zu keinem Zeitpunkt Daten an externe Server übertragen oder gespeichert.