RTS-Trauma-Score-Rechner

Mit dem RTS-Trauma-Score-Rechner ermitteln Sie den Revised Trauma Score aus GCS, Blutdruck und Atemfrequenz zur schnellen Triage und Risikoeinschätzung.

920.0K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-25 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den RTS-Trauma-Score-Rechner

Der RTS-Trauma-Score-Rechner ermöglicht die strukturierte physiologische Beurteilung von Traumapatienten in Notaufnahme, Schockraum und präklinischem Rettungsdienst. Tragen Sie die gemessenen Vitalparameter in die Eingabefelder ein:

  1. Glasgow Coma Scale (GCS) eingeben — Wählen Sie den Gesamtwert der neurologischen Beurteilung im Bereich von 3 bis 15 Punkten.
  2. Systolischen Blutdruck (SBP) erfassen — Tragen Sie den gemessenen systolischen arteriellen Blutdruck in mmHg ein.
  3. Atemfrequenz (RR) angeben — Geben Sie die spontane Atemfrequenz in Atemzügen pro Minute an.
  4. Ergebnis ablesen — Das Online-Tool wandelt jeden Rohwert in die entsprechende RTS-Kategorie (0 bis 4) um und berechnet den gewichteten Score.

Niedrigere Gesamtwerte weisen auf eine ausgeprägte physiologische Instabilität hin und erfordern umgehende intensivmedizinische und unfallchirurgische Maßnahmen.

Formeln & physiologische Grundlagen

Der RTS-Trauma-Score-Rechner verwendet die etablierte mathematische Regressionsgleichung nach Champion et al. zur gewichteten Schweregradbeurteilung:

RTS = (0,9368 × GCS-Code) + (0,7326 × SBP-Code) + (0,2908 × RR-Code)

Die Zuordnung der gemessenen Vitalparameter zu den standardisierten Kodierungswerten (0 bis 4) erfolgt anhand definierter Wertebereiche:

Kodierter WertGCS (Punkte)Systolischer Blutdruck (mmHg)Atemfrequenz (/min)
413 – 15> 8910 – 29
39 – 1276 – 89> 29
26 – 850 – 756 – 9
14 – 51 – 491 – 5
030 (kein tastbarer Puls)0 (Atemstillstand / Apnoe)

Innerhalb dieser Formel erhält der neurologische Status über den GCS-Code mit einem Faktor von 0,9368 die stärkste Gewichtung, gefolgt von der hämodynamischen Stabilität (0,7326) und der Ventilation (0,2908).

Praxisbeispiel zur Score-Ermittlung

Ein Patient nach einem Hochrasanztrauma weist bei der primären Beurteilung folgende Vitalparameter auf:

  • GCS: 11 Punkte (entspricht dem GCS-Code 3)
  • Systolischer Blutdruck: 82 mmHg (entspricht dem SBP-Code 3)
  • Atemfrequenz: 32 Atemzüge/min (entspricht dem RR-Code 3)

Die schrittweise Berechnung des gewichteten Scores lautet: $$\text{RTS} = (0{,}9368 \times 3) + (0{,}7326 \times 3) + (0{,}2908 \times 3)$$ $$\text{RTS} = 2{,}8104 + 2{,}1978 + 0{,}8724 = 5{,}8806$$

Ein gewichteter Wert von ca. 5,88 spiegelt ein signifikant erhöhtes Mortalitätsrisiko wider und verdeutlicht die Notwendigkeit einer sofortigen Schockraumversorgung. Mit dem RTS-Trauma-Score-Rechner lassen sich solche physiologischen Kenngrößen fehlerfrei und innerhalb von Sekunden berechnen.

Klinische Anwendungsbereiche in der Notfallmedizin

Standardisierte Bewertungsverfahren wie der RTS-Trauma-Score-Rechner unterstützen medizinisches Fachpersonal bei zentralen diagnostischen und organisatorischen Schritten:

  • Prähospitale Triage & Zielklinikzuweisung: Objektive Entscheidungshilfe für den Notarzt und Rettungsdienst zur Indikationsstellung für ein überregionales Traumazentrum gemäß den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
  • Schockraum-Dokumentation & Qualitätsregister: Standardisierte Datenerfassung für Traumaregister zur retrospektiven Versorgungsanalyse und Qualitätskontrolle.
  • Kombination im TRISS-Modell: Integration mit dem Injury Severity Score (ISS) und Altersfaktoren zur präzisen statistischen Überlebenswahrscheinlichkeitsberechnung (TRISS-Methode).
  • Verlaufskontrolle & Reevaluation: Schnelle Detektion beginnender Schockzustände oder neurologischer Verschlechterungen durch serielle Score-Erhebungen während des Transports.

Das Tool bietet eine verlässliche Orientierungshilfe zur schnellen Triage, ersetzt jedoch zu keinem Zeitpunkt das fundierte klinische Urteil des Behandlungsteams.

Häufige Fragen zu RTS-Trauma-Score-Rechner

Was berechnet der RTS-Trauma-Score-Rechner genau?

Der RTS-Trauma-Score-Rechner ermittelt anhand von Glasgow Coma Scale (GCS), systolischem Blutdruck und Atemfrequenz den gewichteten Revised Trauma Score (RTS) zur physiologischen Schweregradeinschätzung von Traumapatienten.

Wie unterscheidet sich der Triage-RTS vom gewichteten RTS?

Der Triage-RTS (T-RTS) addiert die kodierten Werte (0 bis 4) direkt zu einer Summe von 0 bis 12 für schnelle Entscheidungen im Rettungsdienst. Der gewichtete RTS (0 bis 7,84) nutzt statistische Koeffizienten für präzise Mortalitätsprognosen.

Ab welchem Score wird die Zuweisung in ein Traumazentrum empfohlen?

In der Notfallmedizin gilt ein T-RTS unter 11 bzw. ein gewichteter RTS unter 4 als wichtiger klinischer Indikator für schwere physiologische Störungen und den Transport in ein überregionales Traumazentrum.

Wie werden GCS, Blutdruck und Atemfrequenz im RTS kodiert?

Jeder Parameter wird in fünf Stufen (0 bis 4 Punkte) eingeteilt, wobei 4 für normale Vitalwerte und 0 für schwerste Beeinträchtigungen steht.

Welche Grenzen hat der RTS bei intubierten oder sedierten Patienten?

Da Beatmung und Sedierung Atemfrequenz und GCS künstlich verändern, kann der RTS in solchen Situationen die tatsächliche neurologische und respiratorische Spontanfunktion nicht exakt abbilden.

Werden eingegebene medizinische Daten gespeichert?

Nein. Alle Berechnungen erfolgen vollständig clientseitig in Ihrem Webbrowser. Es werden keinerlei Patientendaten oder Eingaben an externe Server übertragen.