TRIR-Rechner (Total Recordable Incident Rate)

Kostenloser TRIR-Rechner: Berechnen Sie die Total Recordable Incident Rate nach OSHA-Standard pro 200.000 Arbeitsstunden für Arbeitssicherheit & Benchmarking.

960.6K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-15 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den TRIR-Rechner

Der TRIR-Rechner wandelt erfasste Arbeitsunfälle und geleistete Arbeitsstunden in eine international standardisierte Kennzahl für Arbeitssicherheit um. Mit unserem Tool können EHS-Manager, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsleiter die Sicherheitsleistung ihres Standorts objektiv bewerten:

  1. Meldepflichtige Vorfälle eingeben — Tragen Sie die Gesamtzahl aller dokumentationspflichtigen Unfälle und Berufskrankheiten im Berichtszeitraum in das Eingabefeld ein.
  2. Geleistete Arbeitsstunden erfassen — Geben Sie die Summe aller tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden von Festangestellten, Leiharbeitern und Subunternehmern ein.
  3. TRIR-Ergebnis analysieren — Der TRIR-Rechner ermittelt sofort Ihre Unfallrate sowie die entsprechende Benchmark-Risikozone.

Formel & mathematische Grundlagen im TRIR-Rechner

Der TRIR-Rechner nutzt die offizielle Berechnungsformel der US-amerikanischen Bundesbehörde für Arbeitsschutz (OSHA):

$$\text{TRIR} = \frac{\text{Anzahl der meldepflichtigen Vorfälle} \times 200.000}{\text{Geleistete Arbeitsstunden insgesamt}}$$

$$\text{Äquivalente Vollzeitkräfte (FTE)} = \frac{\text{Geleistete Arbeitsstunden}}{2.000}$$

Kennzahl / ParameterDefinition & Bedeutung
Meldepflichtige VorfälleUnfälle und Erkrankungen mit ärztlicher Behandlung, Ausfalltagen oder Arbeitsplatzanpassung
200.000 StundenBasiswert für 100 Vollzeitäquivalente (100 FTE × 2.000 Jahresarbeitsstunden)
TRIRNormierte Anzahl meldepflichtiger Vorfälle pro 100 Vollzeitbeschäftigte pro Jahr
FTE (Full-Time Equivalent)Rechnerische Anzahl der Vollzeitmitarbeiter im gewählten Betrachtungszeitraum

Benchmark-Werte und Risikozonen

Anhand der berechneten Rate ordnet der TRIR-Rechner Ihr Ergebnis in branchenübliche Sicherheitsstufen ein:

  • Hervorragend (TRIR ≤ 1,0): Herausragende Sicherheitskultur mit minimalen Vorfällen weit unter dem Branchendurchschnitt.
  • Gut (1,0 < TRIR ≤ 3,0): Solides Arbeitsschutzmanagement mit kontrolliertem Unfallgeschehen.
  • Durchschnittlich (3,0 < TRIR ≤ 5,0): Typischer Wert in unfallintensiveren Branchen wie Bau oder Schwerindustrie; Potenzial für Sicherheitsverbesserungen vorhanden.
  • Hohes Risiko (TRIR > 5,0): Dringender Handlungsbedarf; dieses Ergebnis signalisiert erhöhte Gefährdungen und notwendige EHS-Präventionsmaßnahmen.

Praxisbeispiel: TRIR im Betrieb berechnen

Ein mittelständisches Industrieunternehmen mit 250 Vollzeitkräften leistet in einem Geschäftsjahr insgesamt 480.000 Arbeitsstunden. Im Jahresverlauf wurden 6 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert:

$$\text{TRIR} = \frac{6 \times 200.000}{480.000} = \frac{1.200.000}{480.000} = 2{,}50$$

$$\text{FTE} = \frac{480.000}{2.000} = 240\text{ Vollzeitäquivalente}$$

Mit einer TRIR von 2,50 liegt das Unternehmen im grünen Bereich („Gut“). Durch den TRIR-Rechner lässt sich diese Kennzahl bei Ausschreibungen oder Kunden-Audits transparent nachweisen.

Einsatzbereiche für den TRIR-Rechner

Der TRIR-Rechner unterstützt Organisationen bei vielfältigen Aufgaben im HSE- und Sicherheitsmanagement:

  • EHS-Berichterstattung — Erstellung von monatlichen, quartalsweisen und jährlichen Sicherheitsberichten für Geschäftsleitung und Aufsichtsgremien.
  • Internationale Präqualifikation & Ausschreibungen — Nachweis der betrieblichen Arbeitssicherheit bei internationalen Auftraggebern und Großprojekten.
  • Standort- und Abteilungsvergleiche — Objektives Benchmarking zwischen verschiedenen Werken, Baustellen oder Betriebsstätten unabhängig von deren Mitarbeiterzahl.
  • Erfolgskontrolle von Sicherheitsmaßnahmen — Überprüfung der Wirksamkeit neuer Unterweisungen, PSA-Konzepte oder technischer Schutzeinrichtungen.

TRIR im Vergleich zu DART, LTIFR und DGUV-Kennzahlen

Für ein ganzheitliches Arbeitsschutz-Dashboard empfiehlt es sich, den TRIR-Rechner mit weiteren Sicherheitskennzahlen zu kombinieren:

  • DART-Rate (Days Away, Restricted, or Transferred): Fokussiert ausschließlich auf schwere Vorfälle mit Fehltagen oder Arbeitsplatzwechsel.
  • LTIFR (Lost Time Injury Frequency Rate): Misst Ausfallunfälle normiert auf 1.000.000 Arbeitsstunden.
  • DGUV-1000-Personen-Quote: Die im deutschen Berufsgenossenschaftssystem übliche Unfallquote pro 1.000 Vollarbeiter.

Nutzen Sie den TRIR-Rechner regelmäßig zusammen mit Frühindikatoren wie Beinaheunfall-Meldungen (Near Misses) und Sicherheitsbegehungen, um Gefahrenquellen proaktiv zu beseitigen.

Häufige Fragen zu TRIR-Rechner (Total Recordable Incident Rate)

Was ist die TRIR (Total Recordable Incident Rate)?

Die Total Recordable Incident Rate (TRIR) ist eine international etablierte Kennzahl der US-Arbeitsschutzbehörde OSHA, die die Anzahl aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten pro 200.000 geleistete Arbeitsstunden misst.

Warum nutzt die TRIR-Formel den Faktor 200.000 Arbeitsstunden?

Die 200.000 Arbeitsstunden repräsentieren die jährliche Arbeitsleistung von genau 100 Vollzeitbeschäftigten bei einer 40-Stunden-Woche und 50 Arbeitswochen pro Jahr (100 × 40 × 50 = 200.000 Stunden).

Welche Vorfälle zählen als meldepflichtige Vorfälle (Recordable Incidents)?

Als berücksichtigungspflichtig gelten alle arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen, die über reine Erste-Hilfe-Maßnahmen hinausgehen, darunter ärztliche Behandlungen, Arbeitsunfähigkeit mit Ausfalltagen, eingeschränkte Arbeitsfähigkeit (Schonplatz) sowie Todesfälle.

Wie unterscheidet sich die TRIR von LTIFR und DGUV-Kennzahlen?

Die TRIR erfasst alle meldepflichtigen Unfälle (auch ohne Ausfallzeit) bezogen auf 200.000 Stunden. Die LTIFR (Lost Time Injury Frequency Rate) und europäische Kennzahlen wie die DGUV-Unfallquote beziehen sich oft auf 1.000.000 Arbeitsstunden oder 1.000 Vollzeitbeschäftigte und zählen meist nur Unfälle mit Ausfalltagen.

Was gilt als guter Benchmark-Wert für die TRIR?

Eine TRIR von unter 1,0 gilt branchenübergreifend als hervorragend. Werte zwischen 1,0 und 3,0 gelten als gut, während Werte über 5,0 auf erhebliche Sicherheitsrisiken und Optimierungsbedarf im Arbeitsschutz hinweisen.

Werden meine eingegebenen Daten auf einem Server gespeichert?

Nein. Sämtliche Berechnungen im TRIR-Rechner erfolgen direkt lokal in Ihrem Webbrowser. Es werden zu keinem Zeitpunkt vertrauliche Betriebs- oder Unfalldaten an externe Server übertragen.