Zentrifugen-Rechner

Mit dem Zentrifugen-Rechner rechnen Sie RCF (g-Kraft) und RPM (Drehzahl) anhand des Rotorradius exakt um. Ideal für Laborprotokolle und Zentrifugationen.

905.2K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-07 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Zentrifugen-Rechner

Der Zentrifugen-Rechner ermöglicht Ihnen die schnelle und fehlerfreie Umrechnung von Laborwerten direkt im Webbrowser:

  1. Berechnungsmodus festlegen — Wählen Sie aus, ob Sie die relative Zentrifugalkraft (RCF berechnen) aus Drehzahl und Radius oder die erforderliche Drehzahl (RPM berechnen) aus vorgegebener RCF und Radius ermitteln möchten.
  2. Rotorradius eingeben — Tragen Sie den Radius Ihres Rotors ein und wählen Sie die passende Einheit (cm oder mm). Das Online-Tool rechnet Millimeter automatisch in Zentimeter um.
  3. Drehzahl (RPM) oder RCF (×g) angeben — Geben Sie den entsprechenden Ausgangswert ein.
  4. Ergebnis & Rechenschritte prüfen — Der Zentrifugen-Rechner liefert unmittelbar das Hauptergebnis sowie die detaillierte Formeleinsetzung für Ihre Laboraufzeichnungen.

Ungültige Eingaben wie negative Radien oder Drehzahlen von null werden vom System automatisch abgefangen.

Formeln & physikalische Grundlagen im Zentrifugen-Rechner

In der Laborpraxis ist die Angabe von Umdrehungen pro Minute ($\text{RPM}$) nicht aussagekräftig genug, da die auf Partikel oder Zellen wirkende Kraft vom Rotorradius abhängt. Daher ermittelt der Zentrifugen-Rechner die relative Zentrifugalkraft ($\text{RCF}$, auch g-Kraft genannt, gemessen als Vielfaches der Erdbeschleunigung $g$).

Grundformel zur RCF-Berechnung

Die fundamentale Gleichung im Zentrifugen-Rechner lautet:

$$\text{RCF} = 1{,}118 \times 10^{-5} \times r \times \text{RPM}^2$$

Alternativ wird die Formel häufig in dieser Schreibweise angegeben:

$$\text{RCF} = 11{,}18 \times r \times \left(\frac{\text{RPM}}{1000}\right)^2$$

Dabei bedeuten:

  • $\text{RCF}$: Relative Zentrifugalkraft (in $\times g$, dimensionslos).
  • $r$: Rotorradius in Zentimetern ($\text{cm}$), gemessen von der Rotationsachse bis zum Boden des Röhrchens ($r_{\text{max}}$).
  • $\text{RPM}$: Drehzahl in Umdrehungen pro Minute ($\text{min}^{-1}$ bzw. $\text{U/min}$).

Umstellung zur Berechnung der Drehzahl (RPM)

Möchten Sie ermitteln, welche Drehzahl für eine im Protokoll geforderte g-Kraft nötig ist, nutzt das Labor-Tool die umgestellte Formel:

$$\text{RPM} = \sqrt{\frac{\text{RCF}}{1{,}118 \times 10^{-5} \times r}}$$

Beispielrechnung im Zentrifugen-Rechner

Ein biologisches Protokoll verlangt eine Zentrifugation bei $3000,\text{RPM}$. Der eingesetzte Ausschwingrotor besitzt einen Radius von $r = 10,\text{cm}$. So rechnet der Zentrifugen-Rechner:

  1. Werte einsetzen: $\text{RCF} = 1{,}118 \times 10^{-5} \times 10,\text{cm} \times 3000^2$
  2. Quadrat berechnen: $3000^2 = 9,000,000$
  3. Multiplikation: $\text{RCF} = 1{,}118 \times 10^{-5} \times 10 \times 9,000,000 \approx 1006{,}2,\times g$

Das Berechnungsergebnis liegt somit bei genau $1006{,}2,\times g$.

Typische Anwendungsbereiche für den Zentrifugen-Rechner

Der praktische Zentrifugen-Rechner wird in zahlreichen Bereichen der Naturwissenschaft und Labordiagnostik eingesetzt:

  • Molekularbiologie & Genetik — Zum Pelletieren von DNA, RNA oder Proteinen bei exakt definierten g-Kräften.
  • Klinische Chemie & Hämatologie — Zur schonenden Trennung von Blutplasma, Serum und Blutzellen (z. B. PRP-Gewinnung).
  • Mikrobiologie & Zellkultur — Zum vorsichtigen Abzentrifugieren empfindlicher Zelllinien ohne Zelllyse.
  • Protokollübertragung zwischen Laboren — Wenn Zentrifugen mit abweichenden Rotormaßen genutzt werden, stellt der Zentrifugen-Rechner die exakte Vergleichbarkeit sicher.

Mit unserem Tool vermeiden Sie typische Fehler bei der Protokollumrechnung und stellen reproduzierbare Versuchsergebnisse sicher.

Häufige Fragen zu Zentrifugen-Rechner

Was berechnet der Zentrifugen-Rechner genau?

Der Zentrifugen-Rechner rechnet zwischen der relativen Zentrifugalkraft (RCF bzw. g-Kraft in ×g) und der Rotordrehzahl (RPM bzw. U/min) unter Berücksichtigung des Rotorradius (cm oder mm) um.

Warum wird in Laborprotokollen RCF (×g) statt RPM angegeben?

Die Angabe in RCF ist geräteunabhängig und beschreibt die tatsächliche Beschleunigung auf die Probe. Eine Drehzahl in RPM führt bei unterschiedlichen Rotorradien zu völlig verschiedenen g-Kräften.

Wie messe ich den Rotorradius für den Zentrifugen-Rechner richtig?

Der Rotorradius ist der Abstand vom Mittelpunkt der Rotationsachse bis zum Boden des Zentrifugenröhrchens. Er ist meist auf dem Rotor eingraviert oder im Handbuch angegeben.

Welche Formel nutzt der Zentrifugen-Rechner zur Umrechnung?

Die Berechnung basiert auf der physikalischen Standardformel RCF = 1,118 × 10⁻⁵ × r × RPM², wobei der Radius r in Zentimetern (cm) eingesetzt wird.

Werden meine Labordaten oder Eingaben online gespeichert?

Nein. Der Zentrifugen-Rechner führt alle Berechnungen ausschließlich lokal in Ihrem Webbrowser aus. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.