Duke-Treadmill-Score-Rechner

Duke-Treadmill-Score-Rechner: Berechnen Sie den Score aus Belastungszeit, ST-Streckensenkung und Angina-Index zur KHK-Risikostratifizierung im Belastungs-EKG.

926.0K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-25 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Duke-Treadmill-Score-Rechner

Der Duke-Treadmill-Score-Rechner ermöglicht Kardiologen, Sportmedizinern und klinischem Fachpersonal eine strukturierte Auswertung nach einem durchgeführten Belastungs-EKG (Laufband-Ergometrie nach Bruce-Protokoll). Zur Ermittlung des kardiovaskulären Risikos geben Sie folgende Parameter ein:

  1. Belastungsdauer (Minuten) — Tragen Sie die absolvierte Gesamtzeit auf dem Laufband in Dezimalminuten ein (z. B. 8,5 Minuten bei 8 Minuten und 30 Sekunden).
  2. ST-Strecken-Abweichung (mm) — Geben Sie die maximale horizontale oder deszendierende ST-Streckensenkung (oder ST-Hebung) in Millimetern an (z. B. 1,5 mm).
  3. Symptomatik unter Belastung (Angina-Index) — Wählen Sie die passende Kategorie für während der Belastung aufgetretene ischämische Beschwerden aus (keine Symptome, nicht-limitierende Angina oder belastungslimitierende Angina).
  4. Optionale Vitalparameter — Tragen Sie bei Bedarf die maximale Herzfrequenz sowie Ruhe- und Spitzenblutdruck ein, um den hämodynamischen Kontext im Ergebnispanel zu vervollständigen.
  5. Ergebnis ablesen — Der Duke-Treadmill-Score-Rechner ermittelt unmittelbar den Summenscore und stuft den Befund in die entsprechende Risikokategorie ein.

Formel & Berechnungsgrundlage

Der Score wurde an der Duke University entwickelt und gilt als Goldstandard zur quantitativen Risikobeurteilung der koronaren Herzkrankheit (KHK). Die mathematische Formel im Duke-Treadmill-Score-Rechner lautet:

Duke-Treadmill-Score = Belastungsdauer (min) - (5 × ST-Abweichung in mm) - (4 × Angina-Index)

$$\text{DTS} = \text{Belastungszeit} - (5 \times \Delta\text{ST}) - (4 \times \text{Angina-Index})$$

Definition des Angina-Index:

  • Wert 0 (Keine Symptome): Keine Angina pectoris oder pectanginösen Beschwerden während der Ergometrie.
  • Wert 1 (Nicht-limitierend): Ischämietypische Brustschmerzen oder Dyspnoe traten auf, führten jedoch nicht zum Abbruch der Belastung.
  • Wert 2 (Limitierend): Das Auftreten von Angina pectoris war der direkte Grund für den vorzeitigen Abbruch des Belastungstests.

Eine längere Belastungsdauer verbessert das Gesamtergebnis maßgeblich, während ausgeprägte ST-Strecken-Senkungen und belastungslimitierende Angina pectoris den Score stark reduzieren.

Risikogruppen & klinische Interpretation

Anhand des berechneten Summenwerts ordnet der Duke-Treadmill-Score-Rechner Patienten in drei prognostische Kategorien ein:

Duke-Treadmill-ScoreRisikogruppeGeschätzte 5-Jahres-ÜberlebensrateJährliche MortalitätKlinische Handlungsempfehlung
≥ +5Niedriges Risikoca. 97–99 %< 1 % pro JahrIn der Regel keine invasive Diagnostik nötig; konservative medikamentöse Therapie und Lebensstilberatung.
-10 bis +4Mittleres Risikoca. 90–95 %1–3 % pro JahrWeiterführende Bildgebung (z. B. Stressechokardiographie, Myokardszintigraphie, Kardio-CT) oder Koronarangiographie je nach Symptomen.
≤ -11Hohes Risikoca. 79 %> 3–5 % pro JahrDringliche Indikation zur invasiven Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) zur Abklärung einer Mehrgefäß- oder Hauptstammstenose.

Typische Anwendungsbereiche

Der Duke-Treadmill-Score-Rechner leistet in verschiedenen medizinischen Kontexten wertvolle Unterstützung:

  • Kardiologische Praxis & Ambulanz — Schnelle Risikostratifizierung von Patienten mit unklaren Thoraxschmerzen nach dem Belastungstest.
  • Kardiale Rehabilitation & Sportkardiologie — Beurteilung der kardiovaskulären Belastbarkeit und Trainingssteuerung nach akutem Koronarsyndrom.
  • Patientenaufklärung — Anschauliche Erklärung, warum eine gute körperliche Fitness (lange Belastungszeit) geringfügige EKG-Veränderungen ausgleichen kann.

Klinische Limitationen

Für eine verlässliche Beurteilung sollten die Einschränkungen des Scores beachtet werden:

  • Vorab bestehende EKG-Veränderungen: Bei Linksschenkelblock (LSB), Schrittmacherrhythmus, digitalisbedingten Repolarisationsstörungen oder Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW) ist die ST-Strecken-Analyse des Belastungs-EKGs nicht aussagekräftig.
  • Unvollständige Ausbelastung: Wurde der Test aus nicht-kardialen Gründen (z. B. orthopädische Probleme oder mangelnde Motivation) frühzeitig beendet, unterschätzt der Score unter Umständen die kardiale Reserve.
  • Der Duke-Treadmill-Score-Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine vollständige kardiologische Gesamtschau inklusive Echokardiographie, Laborchemie und Anamnese.

Häufige Fragen zu Duke-Treadmill-Score-Rechner

Was ist der Duke-Treadmill-Score und was berechnet dieser Rechner?

Der Duke-Treadmill-Score (DTS) ist ein evidenzbasierter Prognoseindex für das Belastungs-EKG (Bruce-Protokoll). Der Duke-Treadmill-Score-Rechner kombiniert Belastungsdauer, ST-Strecken-Abweichung und Angina-Symptome zur Risikostratifizierung bei koronarer Herzkrankheit (KHK).

Wie wird der Angina-Index im Duke-Treadmill-Score-Rechner bewertet?

Der Angina-Index kennt drei Stufen: 0 = keine Angina pectoris während der Ergometrie; 1 = nicht-limitierende Brustschmerzen oder Dyspnoe; 2 = belastungslimitierende Angina pectoris, die zum Testabbruch führt.

Ab welchem Score-Wert spricht man von einem hohen kardiovaskulären Risiko?

Ein Score von ≥ +5 entspricht einem niedrigen Risiko (5-Jahres-Überlebensrate ca. 99 %), -10 bis +4 einem mittleren Risiko (ca. 95 %) und ≤ -11 einem hohen Risiko (ca. 79 %), bei dem meist eine invasive Koronarangiographie empfohlen wird.

Ist der Score auch auf eine Fahrradergometrie übertragbar?

Die Validierungsstudien des DTS basieren auf dem Bruce-Laufbandprotokoll. Bei einer Fahrradergometrie dient der Wert als Orientierungshilfe, sollte aber aufgrund abweichender Belastungsdauern im klinischen Kontext vorsichtig beurteilt werden.

Werden meine eingegebenen Untersuchungsdaten gespeichert?

Nein. Alle Berechnungen im Duke-Treadmill-Score-Rechner erfolgen direkt clientseitig in Ihrem Webbrowser. Es werden keine Daten an Server übertragen oder gespeichert.