Laser-Strahldichte-Rechner

Berechnen Sie mit dem Laser-Strahldichte-Rechner Strahlfläche, Leistungsdichte, Spotgröße und visuellen Lichtstrom aus Leistung, Divergenz und Wellenlänge.

901.7K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-07 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Laser-Strahldichte-Rechner

Der Laser-Strahldichte-Rechner ermöglicht die exakte optische Analyse von Laserstrahlen für Laborversuche, industrielle Laseranwendungen, optische Baugruppen und sicherheitstechnische Vorabschätzungen. In wenigen Schritten ermitteln Sie alle relevanten Strahl- und Leistungsparameter:

  1. Laserleistung ($P$) eingeben — Tragen Sie die Ausgangsleistung Ihrer Laserquelle in den Laser-Strahldichte-Rechner ein und wählen Sie die gewünschte Einheit (z. B. $\text{mW}$, $\text{W}$ oder $\text{kW}$).
  2. Strahldurchmesser an der Quelle ($d_0$) festlegen — Geben Sie den anfänglichen Taillendurchmesser bzw. Kollimatordurchmesser an (z. B. in $\text{mm}$ oder $\text{cm}$).
  3. Divergenzwinkel ($\theta$) definieren — Tragen Sie den Vollwinkel der Strahlaufweitung im Laser-Strahldichte-Rechner ein (in $\text{mrad}$, $\text{rad}$ oder $\text{deg}$).
  4. Abstand zum Ziel ($z$) angeben — Geben Sie die Distanz von der Laserquelle bis zur bestrahlten Zielfläche ein.
  5. Wellenlänge ($\lambda$) eintragen — Geben Sie die optische Wellenlänge in Nanometern ($\text{nm}$) an, um die spektrale Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges zu berücksichtigen.
  6. Ergebnisse analysieren — Der Laser-Strahldichte-Rechner berechnet in Echtzeit den Spot-Durchmesser, die Strahlfläche, die optische Leistungsdichte in $\text{W/m}^2$ und $\text{mW/cm}^2$ sowie den sichtbaren Lichtstrom in Lumen ($\text{lm}$).

Optische Grundlagen und Formeln im Laser-Strahldichte-Rechner

Der Laser-Strahldichte-Rechner basiert auf den etablierten Grundgleichungen der Wellen- und Strahlenoptik. Bei der Ausbreitung von Laserlicht im freien Raum gelten folgende mathematische Beziehungen:

1. Spot-Durchmesser in Zielentfernung

Für kollimierte Strahlen und Paraxialoptik berechnet der Laser-Strahldichte-Rechner den resultierenden Strahldurchmesser $d(z)$ bei der Distanz $z$:

$$d(z) = d_0 + \theta \cdot z$$

Hierbei ist $d_0$ der Anfangsdurchmesser und $\theta$ der Divergenzwinkel im Bogenmaß ($\text{rad}$).

2. Querschnittsfläche des Laserstrahls

Unter Annahme eines kreisförmigen Strahlquerschnitts ergibt sich die bestrahlte Fläche $A$:

$$A = \pi \cdot \left(\frac{d(z)}{2}\right)^2 = \frac{\pi \cdot d(z)^2}{4}$$

3. Optische Leistungsdichte (Bestrahlungsstärke $E$)

Die Leistungsdichte (auch Bestrahlungsstärke oder Irradianz) beschreibt die konzentrierte Strahlungsleistung pro Flächeneinheit:

$$E = \frac{P}{A} \quad \left[\frac{\text{W}}{\text{m}^2}\right]$$

Für lasertechnische Praxisanwendungen rechnet der Laser-Strahldichte-Rechner diesen Wert zusätzlich in $\text{mW/cm}^2$ um ($1,\text{W/m}^2 = 0{,}1,\text{mW/cm}^2$).

4. Fotometrischer Lichtstrom und spektrale Sichtbarkeit $V(\lambda)$

Die vom menschlichen Auge wahrgenommene visuelle Helligkeit hängt maßgeblich von der Wellenlänge ab. Der Laser-Strahldichte-Rechner nutzt die fotometrische Bewertungsfunktion für das Tagsehen (photopischer Bereich):

$$\Phi_v = P \cdot 683,\frac{\text{lm}}{\text{W}} \cdot V(\lambda) \quad [\text{lm}]$$

Das Maximum der spektralen Hellempfindlichkeitskurve liegt bei $555,\text{nm}$ ($V(555,\text{nm}) = 1{,}0$). Ein grüner Laser (z. B. $532,\text{nm}$) erzeugt daher bei gleicher optischer Watt-Leistung einen deutlich höheren Lichtstrom als ein roter ($650,\text{nm}$) oder blauer Laser ($450,\text{nm}$).

5. Zusammenhang mit dem Strahlparameterprodukt (BPP) und Strahldichte

In der Laserphysik und Laserentwicklung ist die physikalische Strahldichte (engl. Brightness oder Radiance $B$) eng mit der Strahlqualität verknüpft:

$$\text{BPP} = w_0 \cdot \theta = M^2 \cdot \frac{\lambda}{\pi}$$

$$B \propto \frac{P}{\pi^2 \cdot \text{BPP}^2} = \frac{P}{\lambda^2 \cdot (M^2)^2}$$

Ein geringes Strahlparameterprodukt ($M^2 \approx 1$) ermöglicht eine extrem feine Fokussierbarkeit und maximale Leistungsdichte im Brennpunkt.

ParameterSymbolEinheitBedeutung im Laser-Strahldichte-Rechner
Laserleistung$P$$\text{W}$, $\text{mW}$, $\text{kW}$Gesamtleistung der emittierten Strahlung
Ausgangsdurchmesser$d_0$$\text{mm}$, $\text{m}$Strahl- oder Taillendurchmesser an der Austrittsöffnung
Divergenzwinkel$\theta$$\text{mrad}$, $\text{deg}$Vollwinkel der Strahlaufweitung im Fernfeld
Distanz$z$$\text{m}$, $\text{cm}$Entfernung zwischen Strahlquelle und Zielebene
Wellenlänge$\lambda$$\text{nm}$Optische Emissionswellenlänge
Bestrahlungsstärke$E$$\text{W/m}^2$, $\text{mW/cm}^2$Aufgetroffene Leistungsdichte
Lichtstrom$\Phi_v$$\text{lm}$Visuell bewertete Strahlungsleistung für das menschliche Auge

Berechnungsbeispiel aus der Praxis

Beispiel: Grüner Justier- und Positionierlaser

Ein gütegeschalteter Justierlaser strahlt mit einer Leistung von $P = 5,\text{mW}$ bei $\lambda = 532,\text{nm}$ (grünes Licht). Der Strahldurchmesser an der Austrittsöffnung beträgt $d_0 = 2,\text{mm}$, die Divergenz $\theta = 1{,}0,\text{mrad}$ und der Zielabstand $z = 10,\text{m}$.

Eingabewerte im Laser-Strahldichte-Rechner:

  • Leistung: $5,\text{mW}$ ($0{,}005,\text{W}$)
  • Strahldurchmesser an Quelle: $2,\text{mm}$ ($0{,}002,\text{m}$)
  • Divergenz: $1{,}0,\text{mrad}$ ($0{,}001,\text{rad}$)
  • Distanz: $10,\text{m}$
  • Wellenlänge: $532,\text{nm}$

Schrittweise Ermittlung durch den Laser-Strahldichte-Rechner:

  1. Spot-Durchmesser: $$d = 2,\text{mm} + (1{,}0,\text{mrad} \cdot 10,\text{m}) = 2,\text{mm} + 10,\text{mm} = 12,\text{mm} = 0{,}012,\text{m}$$
  2. Strahlfläche: $$A = \pi \cdot (0{,}006,\text{m})^2 \approx 1{,}131 \cdot 10^{-4},\text{m}^2 \approx 1{,}131,\text{cm}^2$$
  3. Leistungsdichte (Bestrahlungsstärke): $$E = \frac{0{,}005,\text{W}}{1{,}131 \cdot 10^{-4},\text{m}^2} \approx 44{,}21,\text{W/m}^2 = 4{,}421,\text{mW/cm}^2$$
  4. Visueller Lichtstrom: Mit $V(532,\text{nm}) \approx 0{,}885$ ergibt sich: $$\Phi_v = 0{,}005,\text{W} \cdot 683,\frac{\text{lm}}{\text{W}} \cdot 0{,}885 \approx 3{,}022,\text{lm}$$

Typische Einsatzbereiche des Laser-Strahldichte-Rechners

Der Laser-Strahldichte-Rechner unterstützt Physiker, Laserschutzbeauftragte und Ingenieure in zahlreichen Fachdisziplinen:

  • Optische Messtechnik & Laborversuche: Überprüfung von Strahlaufweitungen und Leistungsdichten vor Einkopplung in Lichtwellenleiter, Strahlteiler oder Detektoren.
  • Materialbearbeitung & Laserschneiden: Bestimmung der Bestrahlungsstärke auf Werkstücken zur Abstimmung von Schweiß- und Gravierprozessen.
  • Sicherheitsbewertung & Laserschutz: Vorabschätzung der maximal zulässigen Bestrahlung (MZB-Werte) und des Sicherheitsabstands (NOHD) nach DIN EN 60825-1.
  • Showlaser- & Projektionstechnik: Vergleich der visuellen Helligkeit (Lumen) verschiedener Laserfarben für Displays und Veranstaltungstechnik.
  • Ausbildung und universitäre Lehre: Veranschaulichung der Zusammenhänge zwischen Divergenz, Strahltaille und Flächenleistungsdichte im Physikstudium.

Häufige Fragen zu Laser-Strahldichte-Rechner

Was berechnet der Laser-Strahldichte-Rechner genau?

Ausgehend von Laserleistung, Strahldurchmesser an der Quelle, Divergenzwinkel, Projektionsabstand und Wellenlänge berechnet der Laser-Strahldichte-Rechner den resultierenden Spot-Durchmesser, die Strahlfläche, die Leistungsdichte (Bestrahlungsstärke) in W/m² und mW/cm², die spektrale Hellempfindlichkeit V(λ) sowie den geschätzten fotometrischen Lichtstrom in Lumen.

Worin liegt der Unterschied zwischen Leistungsdichte, Strahldichte und Lichtstrom?

Die Leistungsdichte (Bestrahlungsstärke E in W/m²) beziffert die Strahlungsleistung pro Flächeneinheit. Die physikalische Strahldichte (Brightness / Radiance) beschreibt die Leistung bezogen auf Raumwinkel und Fläche (eng verknüpft mit dem Strahlparameterprodukt BPP). Der Lichtstrom (in Lumen) bewertet die optische Strahlung nach der spektralen Empfindlichkeit des menschlichen Auges.

Wie beeinflussen Strahldivergenz und Abstand die Leistungsdichte?

Durch die Divergenz weitet sich der Laserstrahl mit zunehmender Entfernung auf (d = d₀ + θ · z). Da die Fläche quadratisch mit dem Durchmesser wächst, sinkt die Leistungsdichte bei doppelter Strahlausdehnung auf ein Viertel des ursprünglichen Werts ab.

Kann ich im Laser-Strahldichte-Rechner unterschiedliche Einheiten kombinieren?

Ja. Der Laser-Strahldichte-Rechner akzeptiert Leistungswerte in mW, W oder kW sowie Längen- und Winkelmaße in mm, m, rad, mrad oder Grad. Alle Größen werden vor der Auswertung präzise in SI-Einheiten umgerechnet.

Werden meine Berechnungen auf externen Servern gespeichert?

Nein. Sämtliche mathematischen Operationen im Laser-Strahldichte-Rechner laufen direkt und datenschutzkonform in Ihrem Webbrowser ab. Es werden keinerlei Messwerte oder Berechnungsdaten übertragen.