So nutzen Sie den Morsecode-Timing-Rechner
Geben Sie Ihre Morsezeichen mit . für Punkte (Dits) und - für Striche (Dahs) in das Textfeld ein. Trennen Sie Buchstaben durch einfache Leerzeichen und vollständige Wörter durch einen Schrägstrich (/) oder mehrere Leerzeichen. Tragen Sie anschließend die gewünschte Punkt-Dauer in Millisekunden, das Strich-zu-Punkt-Verhältnis, die gemessene Symbolpause sowie das Wortpausen-Verhältnis ein.
Der Morsecode-Timing-Rechner analysiert die Signalfolge automatisch, zählt die enthaltenen Punkte und Striche und berechnet die theoretische Gesamtdauer der Übertragung unter Berücksichtigung aller Binnen- und Wortabstände.
Formeln und Funktionsweise im Morsecode-Timing-Rechner
Das standardisierte Zeitverhalten der Telegrafie orientiert sich stets an der Dauer eines einzelnen Punkts als elementare Basiseinheit (1 Dit):
Abweichungsindex (%) = |gemessene Pause - Punkt-Dauer| ÷ Punkt-Dauer × 100 %
Die klassische internationale Norm folgt der bewährten 1:3:7-Regel:
- Punkt (Dit): 1 Zeiteinheit
- Strich (Dah): 3 Zeiteinheiten (Standard-Verhältnis 1:3)
- Pause innerhalb eines Zeichens: 1 Zeiteinheit
- Pause zwischen zwei Buchstaben: 3 Zeiteinheiten
- Pause zwischen Wörtern: 7 Zeiteinheiten
Als weltweiter Referenzmaßstab für das Tempo gilt das Standardwort „PARIS“, welches inklusive Wortpause genau 50 Zeiteinheiten umfasst. Liegt die gemessene Symbolpause nahe am Sollwert, bleibt die Übertragung sauber dekodierbar.
Typische Einsatzbereiche für den Morsecode-Timing-Rechner
- CW-Praxis und Gebe-Training: Überprüfung der persönlichen Rhythmusgenauigkeit an der Handtaste oder Morsetaste zur Vermeidung von Verzerrungen.
- Signal- und Protokollanalyse: Exakte Bestimmung der Sendedauer für Funkbaken, automatisierte Telegrafiesender und akustische Signalgeber.
- Telegrafie-Ausbildung und Funkprüfungen: Veranschaulichung der zeitlichen Relationen von Signalimpulsen und Pausen für angehende Funkamateure.