Photoelektrischer-Effekt-Rechner

Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner berechnet Photonenenergie, maximale kinetische Energie, Gegenspannung und Grenzfrequenz anhand der Austrittsarbeit.

939.4K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-12 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Photoelektrischer-Effekt-Rechner

Der kostenlose Photoelektrischer-Effekt-Rechner ermöglicht es Ihnen, physikalische Kenngrößen des äußeren Photoeffekts präzise und verständlich zu berechnen:

  1. Eingabemodus wählen — Wählen Sie im Tool aus, ob Sie von der Frequenz ($f$), der Wellenlänge ($\lambda$), der Photonenenergie ($E$) oder der Gegenspannung ($V_s$) ausgehen möchten. Zudem können Sie direkt die Schwellenwerte aus der Austrittsarbeit ermitteln.
  2. Werte und Einheiten eingeben — Geben Sie den bekannten Wert für das einfallende Licht und die Austrittsarbeit ($\phi$ bzw. $W_A$) des Metalls ein. Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner unterstützt praxisnahe Einheiten wie Elektronenvolt ($\text{eV}$), Joule ($\text{J}$), Nanometer ($\text{nm}$) und Hertz ($\text{Hz}$).
  3. Ergebnis analysieren — Das Tool ermittelt sofort, ob eine Elektronenemission stattfindet, und gibt die Photonenenergie, die maximale kinetische Energie ($E_{\text{kin},\max}$), die Gegenspannung sowie die Grenzfrequenz ($f_0$) und Grenzwellenlänge ($\lambda_0$) aus.

Formeln & physikalische Grundlagen — Photoelektrischer-Effekt-Rechner

Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner basiert auf Albert Einsteins historischer Lichtquantenhypothese von 1905, für die er den Nobelpreis für Physik erhielt. Trifft ein Lichtquant (Photon) auf eine Metalloberfläche, überträgt es seine gesamte Energie $E_{\text{ph}} = h \cdot f$ auf ein einzelnes Elektron.

Die zugrunde liegende Energiebilanz lautet:

E_ph = W_A + E_kin,max
E_kin,max = h · f − W_A      (für h · f > W_A)
V_s = E_kin,max / e
f_0 = W_A / h
λ_0 = (h · c) / W_A
SymbolPhysikalische GrößeBedeutung & SI-Einheit
hPlancksches Wirkungsquantum$6{,}62607015 \cdot 10^{-34},\text{J}\cdot\text{s}$
cLichtgeschwindigkeit$299,792,458,\text{m/s}$
eElementarladung$1{,}602176634 \cdot 10^{-19},\text{C}$
fLichtfrequenzFrequenz des einfallenden Lichts ($\text{Hz}$)
λWellenlängeWellenlänge der Strahlung ($\text{m}$ bzw. $\text{nm}$)
W_A / φAustrittsarbeitMindestenergie zum Lösen eines Elektrons ($\text{eV}$ / $\text{J}$)
E_kin,maxKinetische EnergieMaximale kinetische Energie der Photoelektronen ($\text{J}$ / $\text{eV}$)
V_sGegenspannung / BremsspannungSpannung, bei der der Photostrom verschwindet ($\text{V}$)
f_0GrenzfrequenzSchwellenfrequenz für den Photoeffekt ($\text{Hz}$)
λ_0GrenzwellenlängeMaximale Wellenlänge für Fotoemission ($\text{nm}$)

Austrittsarbeiten gängiger Metalle

Für Berechnungen können Sie typische Richtwerte für reine Metalloberflächen verwenden:

Element / MetallSymbolAustrittsarbeit $W_A$ (eV)Grenzwellenlänge $\lambda_0$ (nm)Spektralbereich
CäsiumCs$2{,}10,\text{eV}$$591,\text{nm}$Sichtbares Licht (Orange)
KaliumK$2{,}30,\text{eV}$$539,\text{nm}$Sichtbares Licht (Grün)
NatriumNa$2{,}36,\text{eV}$$526,\text{nm}$Sichtbares Licht (Grün)
AluminiumAl$4{,}10,\text{eV}$$302,\text{nm}$Ultraviolett (UV-A / UV-B)
KupferCu$4{,}70,\text{eV}$$264,\text{nm}$Ultraviolett (UV-C)
GoldAu$5{,}10,\text{eV}$$243,\text{nm}$Ultraviolett (UV-C)
PlatinPt$5{,}65,\text{eV}$$220,\text{nm}$Fernes Ultraviolett (VUV)

Beispielrechnung im Photoelektrischer-Effekt-Rechner

Bestrahlen wir eine Natrium-Kathode ($W_A = 2{,}36,\text{eV}$) mit ultraviolettem Licht einer Wellenlänge von $\lambda = 350,\text{nm}$:

  1. Photonenenergie berechnen:
    $$E_{\text{ph}} = \frac{h \cdot c}{\lambda} = \frac{6{,}626 \cdot 10^{-34},\text{J}\cdot\text{s} \cdot 3 \cdot 10^8,\text{m/s}}{350 \cdot 10^{-9},\text{m}} \approx 5{,}68 \cdot 10^{-19},\text{J} \approx 3{,}545,\text{eV}$$
  2. Kinetische Energie ermitteln:
    $$E_{\text{kin},\max} = E_{\text{ph}} - W_A = 3{,}545,\text{eV} - 2{,}36,\text{eV} = 1{,}185,\text{eV} \approx 1{,}90 \cdot 10^{-19},\text{J}$$
  3. Gegenspannung bestimmen:
    $$V_s = \frac{E_{\text{kin},\max}}{e} = 1{,}185,\text{V}$$
  4. Grenzfrequenz berechnen:
    $$f_0 = \frac{W_A}{h} \approx 5{,}70 \cdot 10^{14},\text{Hz} \quad (\lambda_0 \approx 526,\text{nm})$$

Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner bestätigt das physikalische Ergebnis: Da die Wellenlänge von $350,\text{nm}$ kürzer als die Grenzwellenlänge von $526,\text{nm}$ ist, findet Photoemission statt.

Typische Anwendungsbereiche für den Photoelektrischer-Effekt-Rechner

Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner ist ein vielseitiges Werkzeug für Schule, Universität und angewandte Forschung:

  • Physikunterricht und Quantenmechanik — Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner veranschaulicht Schülern und Studierenden, warum die Energie der Photoelektronen von der Lichtfrequenz und nicht von der Lichtintensität abhängt.
  • Entwicklung von Photokathoden — Ingenieure nutzen den Photoelektrischer-Effekt-Rechner, um die Schwellenwellenlänge von Photovervielfachern (Photomultiplier Tubes, PMT) und Photodioden exakt auf die gewünschte Lichtquelle abzustimmen.
  • Photoelektronenspektroskopie (XPS / UPS) — In der Materialwissenschaft hilft die Analyse bei der Interpretation von Photoelektronenspektren und der Bestimmung von Oberflächeneigenschaften und Bindungsenergien.
  • Gegenfeldmethode im Laborpraktikum — Im physikalischen Praktikum dient das Rechenmodell zur Auswertung von Experimenten zur Bestimmung des Planckschen Wirkungsquantums $h$.
  • Optoelektronik und Sensortechnik — Bei der Auslegung von UV-Sensoren und Flammenmeldern ermöglicht der Photoelektrischer-Effekt-Rechner eine schnelle Überprüfung der Schwellenenergien.

Häufige Fragen zu Photoelektrischer-Effekt-Rechner

Wie funktioniert der Photoelektrischer-Effekt-Rechner?

Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner nutzt Einsteins photoelektrische Gleichung E_kin = h·f − W_A. Er berechnet aus Frequenz, Wellenlänge oder Photonenenergie die kinetische Energie der Photoelektronen sowie die Bremsspannung.

Was passiert, wenn die Photonenenergie kleiner als die Austrittsarbeit ist?

Liegt die Energie der Photonen unter der Austrittsarbeit des Materials, werden keine Elektronen herausgelöst. Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner zeigt in diesem Fall keine Emission und eine kinetische Energie von null an.

Was ist die Grenzfrequenz beim äußeren photoelektrischen Effekt?

Die Grenzfrequenz (f₀ = W_A / h) ist die minimale Lichtfrequenz, die erforderlich ist, um Elektronen aus der Metalloberfläche herauszulösen. Unterhalb dieser Frequenz findet selbst bei hoher Lichtintensität kein Photoeffekt statt.

Wie wird die maximale kinetische Energie der Photoelektronen gemessen?

Experimentell wird die kinetische Energie über die Gegenfeldmethode bestimmt. Die Gegenspannung (Bremsspannung V_s) bremst die schnellsten Elektronen ab, sodass gilt: E_kin,max = e · V_s.

Werden meine Daten im Photoelektrischer-Effekt-Rechner gespeichert?

Nein. Der Photoelektrischer-Effekt-Rechner führt alle Berechnungen direkt in Ihrem Webbrowser durch. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.