PVR-Rechner

Berechnen Sie den pulmonalen Gefäßwiderstand (PVR) in Wood-Einheiten und dyn·s·cm⁻⁵ aus mPAP, PCWP und Herzzeitvolumen – präzise, schnell und online.

918.6K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-20 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den PVR-Rechner

Der PVR-Rechner ist ein spezialisiertes hämodynamisches Berechnungstool, mit dem Sie aus invasiven Rechtsherzkatheter-Messwerten oder echokardiographischen Schätzungen den pulmonalen Gefäßwiderstand (PVR, Pulmonary Vascular Resistance) ermitteln. Die Berechnung basiert auf dem physikalischen Grundprinzip des Gefäßwiderstands: transpulmonaler Druckgradient geteilt durch den Blutfluss.

Für die Berechnung im PVR-Rechner tragen Sie folgende Parameter ein:

  1. Mittlerer Pulmonalarteriendruck (mPAP) in mmHg
  2. Linksatrialer Druck (LAP) bzw. Wedge-Druck (PCWP) in mmHg
  3. Herzzeitvolumen (HZV / CO) in L/min

Falls im Katheterbefund nur der Herzindex (CI) vorliegt, multiplizieren Sie diesen zunächst mit der Körperoberfläche (BSA), um das Herzzeitvolumen für die Berechnung zu erhalten.

Das primäre Ergebnis liefert der PVR-Rechner in Wood-Einheiten (WU). In den Detailfeldern werden zusätzlich der transpulmonale Druckgradient ($\text{mPAP} - \text{PCWP}$) sowie der umgerechnete Wert in $\text{dyn}\cdot\text{s}\cdot\text{cm}^{-5}$ angezeigt. Bitte beachten Sie, dass der mPAP stets höher als der PCWP sein muss, da ein negativer oder verschwindender Druckgradient auf Mess- oder Übertragungsfehler hinweist.

Formel & klinische Grundlagen im PVR-Rechner

Der PVR-Rechner berechnet den pulmonalen Gefäßwiderstand nach der etablierten Standardformel der Kardiologie und Intensivmedizin:

$$\text{PVR (Wood-Einheiten)} = \frac{\text{mPAP} - \text{PCWP}}{\text{HZV}}$$

Zur Umrechnung in das CGS-Einheitensystem ($\text{dyn}\cdot\text{s}\cdot\text{cm}^{-5}$) multipliziert das Tool den Wert in Wood-Einheiten mit dem Umrechnungsfaktor 80:

$$\text{PVR } (\text{dyn}\cdot\text{s}\cdot\text{cm}^{-5}) = \text{PVR (Wood-Einheiten)} \times 80$$

Klinische Referenzwerte & Leitlinien

  • Normalbereich: Bei gesunden Erwachsenen liegt der pulmonale Gefäßwiderstand in der Regel zwischen 0,7 und 1,1 Wood-Einheiten (entspricht ca. 50 bis 100 $\text{dyn}\cdot\text{s}\cdot\text{cm}^{-5}$).
  • Pulmonale Hypertonie (PH): Gemäß den Leitlinien der ESC/ERS (European Society of Cardiology / European Respiratory Society) wird ein PVR von $> 2{,}0$ Wood-Einheiten (bzw. $> 160\text{ dyn}\cdot\text{s}\cdot\text{cm}^{-5}$) als pathologisch erhöht eingestuft und dient als Kriterium zur Definition einer präkapillären pulmonalen Hypertonie.

Häufige Anwendungsbereiche für den PVR-Rechner

Der PVR-Rechner eignet sich hervorragend für vielfältige Aufgaben in Klinik, Lehre und Praxis:

  • Rechtsherzkatheter-Auswertung: Schnelle Plausibilitätsprüfung und Umrechnung von Druckmesswerten bei invasiven Katheteruntersuchungen.
  • Einheiten-Umrechnung: Zuverlässige Gegenüberstellung von Wood-Einheiten und $\text{dyn}\cdot\text{s}\cdot\text{cm}^{-5}$ für standardisierte Arztbriefe und Befunde.
  • Medizinische Ausbildung: Veranschaulichung hämodynamischer Zusammenhänge zwischen Druckgradient, Herzzeitvolumen und pulmonalem Gefäßbett in Klinik und Studium.
  • Therapie- und Verlaufskontrolle: Objektiver Vergleich des Gefäßwiderstands vor und nach medikamentöser Vasodilatator-Testung oder Belastungsuntersuchungen.

Hinweis: Der PVR-Rechner dient der rechnerischen Orientierung und der Aus- und Weiterbildung. Die klinische Beurteilung erfordert stets die Gesamtbetrachtung von Oxygenierung, Volumenstatus, linksventrikulärer Funktion und der individuellen Patientenhistorie.

Häufige Fragen zu PVR-Rechner

Welche Eingabewerte benötigt der PVR-Rechner?

Der PVR-Rechner benötigt den mittleren pulmonalarteriellen Druck (mPAP in mmHg), den linksatrialen Druck (LAP) bzw. pulmonalkapillären Verschlussdruck (PCWP/Wedge-Druck in mmHg) sowie das Herzzeitvolumen (HZV in L/min).

Wie werden die Ergebnisse im PVR-Rechner interpretiert?

Das Hauptergebnis wird in Wood-Einheiten (WU) angegeben. Die Detailansicht zeigt zudem den transpulmonalen Druckgradienten (mPAP - PCWP) sowie die Umrechnung in die Einheit dyn·s·cm⁻⁵ (Faktor 80). Werte über 2 Wood-Einheiten gelten nach aktuellen kardiologischen Leitlinien als pathologisch erhöht.

Wie rechnet man Wood-Einheiten in dyn·s·cm⁻⁵ um?

Die Umrechnung erfolgt durch Multiplikation des PVR-Werts in Wood-Einheiten mit dem Faktor 80 (1 Wood-Einheit = 80 dyn·s·cm⁻⁵).

Werden meine eingegebenen Patientendaten auf einem Server gespeichert?

Nein. Alle Berechnungen werden ausschließlich lokal in Ihrem Webbrowser ausgeführt. Es werden zu keinem Zeitpunkt Daten an einen Server übermittelt oder gespeichert.