Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner

Berechnen Sie die Gesamtinduktivität von in Reihe geschalteten Spulen. Präziser Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner mit Einheitenumrechnung & Schritten.

875.5K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-09 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner

Der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner ermittelt die resultierende Gesamtinduktivität ($L_{\text{ges}}$) für beliebig viele in Serie geschaltete Spulen und Drosseln. Die Bedienung ist denkbar einfach und auf eine transparente Nachvollziehbarkeit ausgelegt:

  1. Induktivitätswerte eingeben: Tragen Sie die Nennwerte der einzelnen Spulen ($L_1, L_2, \dots, L_n$) in die Eingabefelder ein.
  2. Einheiten flexibel wählen: Wählen Sie für jedes Bauteil die passende Einheit (z. B. $\text{H}$, $\text{mH}$, $\mu\text{H}$ oder $\text{nH}$). Das Tool konvertiert alle Werte automatisch in ein einheitliches Basissystem.
  3. Ausgabeeinheit festlegen: Bestimmen Sie, in welcher Maßeinheit das Endergebnis dargestellt werden soll.
  4. Ergebnis & Rechenschritte prüfen: Der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner liefert unmittelbar die Gesamtinduktivität, die Bauteilanzahl und eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Herleitung.

Nutzen Sie die voreingestellten Standardwerte als anschauliches Rechenbeispiel. Das Werkzeug eignet sich ideal für schnelle Plausibilitätsprüfungen, die Unterrichtsvorbereitung und das Vergleichen alternativer Bauteilkombinationen.

Formeln & physikalische Grundlagen

In der Schaltungstechnik verhalten sich ideale Induktivitäten in Serie analog zu ohmschen Widerständen. Da der gleiche Wechsel- bzw. Signalstrom $I(t)$ durch alle hintereinandergeschalteten Bauteile fließt, addieren sich die an den Einzelspulen induzierten Teilspannungen zur Gesamtspannung:

$$u_{\text{ges}}(t) = u_1(t) + u_2(t) + \dots + u_n(t)$$

Mit dem Induktionsgesetz $u(t) = L \cdot \frac{di}{dt}$ ergibt sich für Spulen ohne magnetische Kopplung die fundamentale Grundformel, die auch der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner anwendet:

Lges = L1 + L2 + ... + Ln

Reihenschaltung mit magnetischer Kopplung (Gegeninduktivität)

Befinden sich zwei Spulen im engen räumlichen Umfeld oder auf einem gemeinsamen Ferritkern, durchdringt das Magnetfeld der einen Spule die Windungen der anderen. Dadurch entsteht eine Gegeninduktivität $M$, die über den Kopplungsfaktor $k$ ($0 \le k \le 1$) definiert ist:

$$M = k \cdot \sqrt{L_1 \cdot L_2}$$

Für zwei gekoppelte Spulen unterscheidet man zwei Fälle:

  • Gleichsinnige (kumulative) Kopplung: Die Wicklungssinne sind gleich orientiert und die Magnetfelder verstärken einander: $$L_{\text{ges}} = L_1 + L_2 + 2M$$

  • Gegensinnige (differenzielle) Kopplung: Die Wicklungen sind entgegengesetzt gepolt, sodass sich die Magnetfelder teilweise aufheben: $$L_{\text{ges}} = L_1 + L_2 - 2M$$

Sofern in Ihrer Schaltung keine magnetische Verkopplung vorliegt ($k = 0$, $M = 0$), liefert der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner die exakte algebraische Summe aller Bauteilwerte.

Umrechnung der Induktivitätseinheiten

In der Elektronikpraxis kommen Induktivitätswerte über viele Zehnerpotenzen vor. Der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner führt die Umrechnung intern über die Basiseinheit Henry ($\text{H}$) durch:

EinheitSymbolUmrechnung in Henry
Henry$\text{H}$$1,\text{H} = 10^{0},\text{H}$
Millihenry$\text{mH}$$1,\text{mH} = 10^{-3},\text{H}$
Mikrohenry$\mu\text{H}$$1,\mu\text{H} = 10^{-6},\text{H}$
Nanohenry$\text{nH}$$1,\text{nH} = 10^{-9},\text{H}$

Typische Anwendungsbereiche

Der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner unterstützt Entwickler, Techniker, Studierende und Hobbyelektroniker in zahlreichen Praxisszenarien:

  • Dimensionierung von Filterstufen: Feinanpassung der Gesamtinduktivität in LC-Tiefpassfiltern, Bandpässen und EMV-Entstörfiltern durch Serienkombination vorhandener Standardwerte.
  • Frequenzweichen im Audiobereich: Zusammenschaltung von Luftspulen zur präzisen Einstellung von Trennfrequenzen in Lautsprecher-Weichen.
  • Elektronik-Labor & Ausbildung: Veranschaulichung der Serienschaltung im Physik- und Elektrotechnikunterricht sowie Kontrolle manueller Übungsaufgaben.
  • Prototypenbau auf dem Breadboard: Schnelles Ermitteln des resultierenden Werts, wenn ein bestimmter Induktivitätswert nicht als Einzelbauteil vorliegt.

Nutzen Sie den Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner als zuverlässigen Begleiter für Ihre Schaltungsanalysen und Bauteilberechnungen.

Häufige Fragen zu Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner

Wie berechnet man die Gesamtinduktivität bei einer Reihenschaltung?

Bei ungekoppelten Spulen addieren sich die Einzelwerte einfach zur Gesamtinduktivität: Lges = L1 + L2 + ... + Ln. Liegt eine magnetische Kopplung vor, muss die Gegeninduktivität M berücksichtigt werden.

Welche Einheiten unterstützt der Reihenschaltung-Induktivitäten-Rechner?

Der Rechner unterstützt alle gängigen Induktivitätseinheiten wie Henry (H), Millihenry (mH), Mikrohenry (µH) und Nanohenry (nH) und rechnet diese automatisch einheitlich um.

Wie wirkt sich die magnetische Gegeninduktivität in Reihe aus?

Sind Spulen magnetisch gekoppelt, erhöht eine gleichsinnige Kopplung die Gesamtinduktivität (Lges = L1 + L2 + 2M), während eine gegensinnige Kopplung sie verringert (Lges = L1 + L2 - 2M).

Ist die Berechnung analog zur Reihenschaltung von Widerständen?

Ja. Das Verhalten von Induktivitäten in Reihe entspricht mathematisch exakt der Reihenschaltung ohmscher Widerstände, da sich die induzierten Teilspannungen addieren.

Werden meine eingegebenen Daten auf einem Server gespeichert?

Nein. Sämtliche Berechnungen laufen rein lokal in Ihrem Webbrowser ab. Es werden keinerlei Mess- oder Schaltungsdaten an externe Server übertragen.