Schlagvolumen-Rechner

Kostenloser Schlagvolumen-Rechner: Berechnen Sie das Schlagvolumen aus Herzzeitvolumen und Herzfrequenz präzise in ml/Schlag inklusive Formel und Normwerten.

947.3K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-25 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Schlagvolumen-Rechner

Der Schlagvolumen-Rechner ermöglicht Medizinern, Pflegefachkräften und Studierenden eine schnelle und zuverlässige Berechnung des kardialen Schlagvolumens. Geben Sie dazu einfach zwei grundlegende hämodynamische Messgrößen ein:

  1. Herzzeitvolumen (l/min) eingeben — Tragen Sie das per Echokardiografie, Thermodilution oder MRT bestimmte Herzzeitvolumen (Cardiac Output, CO) in Litern pro Minute ein.
  2. Herzfrequenz (bpm) eingeben — Geben Sie die aktuelle Herzfrequenz in Schlägen pro Minute (beats per minute) an.
  3. Ergebnis ablesen — Das Online-Tool berechnet sofort das Schlagvolumen in Millilitern pro Herzschlag (ml/Schlag) sowie das Herzminutenvolumen in ml/min und ordnet den Wert in Bezug auf klinische Normbereiche ein.

Ein wichtiger Hinweis zur Einheit: Geben Sie das Herzzeitvolumen stets in Litern pro Minute an. Falls ein Wert bereits in Millilitern pro Minute vorliegt, teilen Sie diesen vor der Eingabe im Schlagvolumen-Rechner durch 1000.

Formeln & physiologische Grundlagen im Schlagvolumen-Rechner

Das Schlagvolumen (SV) bezeichnet die Blutmenge, die der linke Ventrikel bei einer einzelnen Kontraktion (Systole) in die Aorta pumpt. Im Schlagvolumen-Rechner wird die direkte mathematische Beziehung zwischen Herzzeitvolumen (HZV), Herzfrequenz (HF) und Schlagvolumen genutzt:

Schlagvolumen (ml/Schlag) = Herzzeitvolumen (l/min) × 1000 / Herzfrequenz (Schläge/min)

Da das Herzzeitvolumen das gesamte pro Minute ausgeworfene Blutvolumen darstellt, ergibt die Division durch die Herzschläge pro Minute exakt das Auswurfvolumen pro Einzelkontraktion.

Alternative Bestimmungsmethoden in der Kardiologie

In der klinischen Praxis und Kardiologie kann das Schlagvolumen neben dem Rechner über weitere etablierte Verfahren ermittelt werden:

  • Volumetrische Differenz (EDV und ESV): In der Echokardiografie und kardialen Magnetresonanztomografie (MRT) wird das ventrikuläre Volumen am Ende der Füllungsphase (Enddiastolisches Volumen, EDV) und nach der Austreibung (Endsystolisches Volumen, ESV) gemessen:
    SV = EDV - ESV
  • Ejektionsfraktion (EF): Die Ejektionsfraktion setzt das Schlagvolumen ins Verhältnis zum enddiastolischen Füllungsvolumen:
    EF (%) = (SV / EDV) × 100 = ((EDV - ESV) / EDV) × 100
  • Doppler-Echokardiografie (LVOT-VTI): Über das Geschwindigkeits-Zeit-Integral (VTI) im linksventrikulären Ausflusstrakt (LVOT) und dessen Querschnittsfläche lässt sich das Schlagvolumen direkt bestimmen:
    SV = Querschnittsfläche (LVOT) × VTI (LVOT)

Der Schlagvolumen-Rechner bündelt diese Zusammenhänge und dient als schnelle Rechenhilfe am Patientenbett oder im Hörsaal.

Normwerte und klinische Interpretation im Schlagvolumen-Rechner

Die folgende Übersicht fasst die hämodynamischen Referenzbereiche zusammen, die auch zur fundierten Einordnung herangezogen werden:

ParameterAbkürzungNormalbereich (Ruhe)Klinische Bedeutung
SchlagvolumenSV60 – 100 ml/SchlagAuswurfleistung pro Herzschlag
HerzzeitvolumenHZV / CO4,0 – 8,0 l/minGesamtperfusion des Organismus pro Minute
HerzfrequenzHF / HR60 – 90 bpm (Schläge/min)Schlagfolge des Herzens in Ruhe
EjektionsfraktionEF / LVEF≥ 50 – 55 %Prozentuale systolische Pumpleistung
HerzindexHI / CI2,5 – 4,0 l/min/m²Auf Körperoberfläche normalisiertes HZV

Was bedeuten abweichende Werte?

  • Niedriges Schlagvolumen (< 50 ml/Schlag): Kann auf eine systolische Herzinsuffizienz, schwere Aortenklappenstenose, Kardiomyopathie, Hypovolämie oder inadäquate myokardiale Vorlast zurückzuführen sein.
  • Erhöhtes Schlagvolumen (> 100 ml/Schlag): Tritt physiologisch bei Sportlern mit Sportherz auf oder bei hyperdynamen Zuständen wie Fieber, Anämie, Hyperthyreose und Schwangerschaft.

Das Tool unterstützt die quantitative Auswertung, ersetzt jedoch keine umfassende kardiologische Diagnostik.

Praktisches Rechenbeispiel mit dem Schlagvolumen-Rechner

Ein Patient weist in der echokardiografischen Untersuchung ein Herzzeitvolumen von 5,4 l/min bei einer Ruheherzfrequenz von 72 bpm auf.

  1. Eingabe im Schlagvolumen-Rechner:
    • Herzzeitvolumen = 5,4 l/min
    • Herzfrequenz = 72 bpm
  2. Rechenschritt:
    SV = 5,4 × 1000 / 72 = 5400 / 72 = 75,0 ml/Schlag
  3. Klinische Bewertung: Das errechnete Schlagvolumen von 75,0 ml/Schlag liegt im optimalen physiologischen Normalbereich (60–100 ml/Schlag). Mit dem Schlagvolumen-Rechner lassen sich solche hämodynamischen Kontrollen in Sekunden durchführen.

Typische Anwendungsbereiche für den Schlagvolumen-Rechner

Der Schlagvolumen-Rechner findet in vielfältigen medizinischen und physiologischen Disziplinen Anwendung:

  • Echokardiografie-Befundung — Schnelle Plausibilitätsprüfung abgeleiteter kardialer Funktionswerte.
  • Intensivmedizin & Anästhesie — Hämodynamisches Monitoring und Steuerung von Volumentherapie oder Inotropika.
  • Sport- und Trainingswissenschaft — Analyse der kardiovaskulären Anpassung und Schlagvolumensteigerung bei Athleten.
  • Medizinisches Studium & Lehre — Das Tool veranschaulicht Studierenden die funktionelle Kopplung von Herzfrequenz, HZV und Schlagvolumen.

Häufige Fragen zu Schlagvolumen-Rechner

Wie berechnet der Schlagvolumen-Rechner das Schlagvolumen?

Der Schlagvolumen-Rechner ermittelt das Schlagvolumen über die physiologische Formel SV (ml/Schlag) = HZV (l/min) × 1000 / Herzfrequenz (Schläge/min). Alternativ kann das Schlagvolumen volumetrisch aus der Differenz von enddiastolischem und endsystolischem Volumen berechnet werden.

Warum multipliziert der Schlagvolumen-Rechner das Herzzeitvolumen mit 1000?

Das Herzzeitvolumen wird klinisch in Litern pro Minute (l/min) erfasst, während das Schlagvolumen in Millilitern pro Schlag angegeben wird. Der Faktor 1000 rechnet Liter in Milliliter um, damit das Ergebnis direkt in ml/Schlag ausgegeben werden kann.

Welche Normwerte gelten für das Schlagvolumen beim Erwachsenen?

In Ruhe liegt das normale Schlagvolumen eines gesunden Erwachsenen typischerweise zwischen 60 und 100 ml pro Herzschlag. Werte unter 50 ml gelten als erniedrigt, während Ausdauersportler in Ruhe oder unter Belastung deutlich höhere Werte erreichen können.

Was unterscheidet das Schlagvolumen von der Ejektionsfraktion?

Das Schlagvolumen beziffert das absolute Blutvolumen in Millilitern pro Auswurf. Die Ejektionsfraktion (EF) beschreibt hingegen den relativen Prozentsatz des Füllungsvolumens (EDV), der mit jeder Kontraktion in den Kreislauf gepumpt wird.

Funktioniert der Schlagvolumen-Rechner auch ohne Internetverbindung?

Ja. Sämtliche Berechnungen im Schlagvolumen-Rechner werden direkt lokal in Ihrem Webbrowser ausgeführt. Nach dem ersten Laden der Seite ist keine Serververbindung mehr erforderlich.

Werden meine eingegebenen medizinischen Daten gespeichert?

Nein. Der Schlagvolumen-Rechner speichert weder Eingaben noch Ergebnisse auf einem Server. Ihre Daten verbleiben zu jedem Zeitpunkt ausschließlich auf Ihrem Endgerät.