Endgeschwindigkeits-Rechner

Mit dem Endgeschwindigkeits-Rechner berechnen Sie die Endgeschwindigkeit im freien Fall mit Luftwiderstand aus Masse, Dichte, Querschnittsfläche und cw-Wert.

945.1K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-06 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Endgeschwindigkeits-Rechner

Der Endgeschwindigkeits-Rechner ermöglicht Ihnen eine präzise physikalische Berechnung der maximalen Fallgeschwindigkeit für beliebige Objekte in Gasen oder Flüssigkeiten:

  1. Masse eingeben ($m$) — Tragen Sie die Masse des fallenden Körpers in Kilogramm ($\text{kg}$) in den Endgeschwindigkeits-Rechner ein.
  2. Schwerebeschleunigung festlegen ($g$) — Standardmäßig verwendet der Endgeschwindigkeits-Rechner den Erdbeschleunigungswert von $9{,}80665,\text{m/s}^2$. Für andere Himmelskörper können Sie den Wert flexibel anpassen.
  3. Fluiddichte eintragen ($\rho$) — Geben Sie die Dichte des umgebenden Mediums in $\text{kg/m}^3$ an (auf Meereshöhe bei $15,^\circ\text{C}$ beträgt die Standard-Luftdichte $1{,}225,\text{kg/m}^3$).
  4. Querschnittsfläche angeben ($A$) — Tragen Sie die senkrecht zur Bewegungsrichtung stehende Projektionsfläche (Stirnfläche) in Quadratmetern ($\text{m}^2$) ein.
  5. Strömungswiderstandsbeiwert wählen ($c_w$) — Geben Sie den dimensionslosen $c_w$-Wert (Drag Coefficient $C_d$) der Körperform in den Endgeschwindigkeits-Rechner ein.
  6. Ausgabeeinheit bestimmen — Wählen Sie aus, ob der Endgeschwindigkeits-Rechner das Ergebnis in $\text{m/s}$, $\text{km/h}$, $\text{mph}$ oder $\text{ft/s}$ ausgeben soll.

Sobald alle Werte eingetragen sind, berechnet der Endgeschwindigkeits-Rechner automatisch die Endgeschwindigkeit sowie die wirkende Luftwiderstandskraft im Beharrungszustand.

Formel & physikalische Grundlagen — Endgeschwindigkeits-Rechner

Beim freien Fall in einem fluiden Medium wirken zwei entgegengerichtete Kräfte auf den fallenden Körper:

  1. Die nach unten gerichtete Gewichtskraft: $$F_G = m \cdot g$$
  2. Die nach oben gerichtete Strömungswiderstandskraft (Luftwiderstandskraft): $$F_W = \frac{1}{2} \cdot \rho \cdot v^2 \cdot c_w \cdot A$$

Mit zunehmender Fallgeschwindigkeit wächst der Luftwiderstand quadratisch an. Wenn die Widerstandskraft schließlich exakt der Gewichtskraft entspricht ($F_W = F_G$), heben sich die Kräfte gegenseitig auf. Die resultierende Gesamtkraft ist null, weshalb keine weitere Beschleunigung mehr erfolgt ($a = 0$).

Durch Gleichsetzen der Kräfte leitet der Endgeschwindigkeits-Rechner die zentrale Berechnungsformel her:

$$m \cdot g = \frac{1}{2} \cdot \rho \cdot v_t^2 \cdot c_w \cdot A$$

Nach der Endgeschwindigkeit $v_t$ aufgelöst:

vt = √(2mg/(ρACd))
SymbolPhysikalische GrößeStandard-EinheitBeschreibung
$v_t$Endgeschwindigkeit$\text{m/s}$Stationäre Grenzgeschwindigkeit des Körpers
$m$Masse$\text{kg}$Masse des fallenden Objekts
$g$Erdbeschleunigung$\text{m/s}^2$Lokale Fallbeschleunigung (Erde: $9{,}81,\text{m/s}^2$)
$\rho$Fluiddichte (Luftdichte)$\text{kg/m}^3$Dichte des umströmten Mediums
$A$Querschnittsfläche$\text{m}^2$Stirnfläche senkrecht zur Fallrichtung
$c_w$ ($C_d$)WiderstandsbeiwertdimensionslosFormbeiwert für den Strömungswiderstand

Der Endgeschwindigkeits-Rechner setzt die eingegebenen Parameter in diese Formel ein und liefert neben der Grenzgeschwindigkeit auch die Gesamtwiderstandskraft $F_W = m \cdot g$ in Newton ($\text{N}$).

Einflussfaktoren im Endgeschwindigkeits-Rechner

Die im Endgeschwindigkeits-Rechner ermittelte Fallgrenzgeschwindigkeit hängt von mehreren Parametern ab:

  • Masse ($m$): Eine höhere Masse vergrößert die Endgeschwindigkeit, da eine größere Fallgeschwindigkeit nötig ist, um einen ausreichend großen Luftwiderstand zu erzeugen.
  • Querschnittsfläche ($A$): Eine Vergrößerung der Stirnfläche bremst den Körper deutlich ab. Fallschirme nutzen diesen Effekt gezielt aus.
  • Formbeiwert ($c_w$): Stromlinienförmige Körper besitzen einen geringen $c_w$-Wert und fallen schneller als stumpfe oder offene Formen.
  • Mediumdichte ($\rho$): In dünner Luft (hohe Gebirge, Stratosphäre) oder warmen Luftschichten fällt der Luftwiderstand geringer aus, wodurch der Endgeschwindigkeits-Rechner höhere Geschwindigkeiten ausgibt.

Beispielrechnung im Endgeschwindigkeits-Rechner

Ein Fallschirmspringer springt aus einem Flugzeug ab. Wir möchten mit dem Endgeschwindigkeits-Rechner seine Endgeschwindigkeit vor dem Öffnen des Fallschirms ermitteln:

  • Masse mit Ausrüstung ($m$): $80,\text{kg}$
  • Erdbeschleunigung ($g$): $9{,}81,\text{m/s}^2$
  • Luftdichte ($\rho$): $1{,}225,\text{kg/m}^3$ (Meereshöhe)
  • Querschnittsfläche ($A$): $0{,}7,\text{m}^2$ (flache Bauchlage)
  • $c_w$-Wert: $1{,}0$

Einsetzen in den Endgeschwindigkeits-Rechner:

$$v_t = \sqrt{\frac{2 \cdot 80 \cdot 9{,}81}{1{,}225 \cdot 0{,}7 \cdot 1{,}0}} = \sqrt{\frac{1569{,}6}{0{,}8575}} \approx \sqrt{1830{,}44} \approx 42{,}78,\text{m/s}$$

Umgerechnet in Kilometer pro Stunde ergibt sich:

$$v_t = 42{,}78,\text{m/s} \cdot 3{,}6 \approx 154,\text{km/h}$$

Wählt der Springer eine kompakte Haltung mit geringerer Querschnittsfläche ($A = 0{,}4,\text{m}^2$, $c_w = 0{,}8$), steigt das Resultat im Endgeschwindigkeits-Rechner auf über $200,\text{km/h}$ an.

Typische c_w-Werte und Querschnittsflächen

Für schnelle Überschlagsrechnungen im Endgeschwindigkeits-Rechner dienen folgende Richtwerte als Orientierung:

Objekt / HaltungTypische Fläche $A$Typischer $c_w$-WertTypische Endgeschwindigkeit
Mensch (Bauchlage / Belly-to-Earth)$0{,}6 - 0{,}8,\text{m}^2$$1{,}0 - 1{,}2$ca. $180 - 200,\text{km/h}$ ($50 - 55,\text{m/s}$)
Mensch (Kopfsprung / Head-Down)$0{,}15 - 0{,}25,\text{m}^2$$0{,}5 - 0{,}7$ca. $280 - 350,\text{km/h}$ ($80 - 100,\text{m/s}$)
Glatter Ball / Kugel$\pi \cdot r^2$ca. $0{,}47$stark masseabhängig
Regentropfen (groß, deformiert)$0{,}05 - 0{,}2,\text{cm}^2$$0{,}6 - 0{,}9$ca. $9,\text{m/s}$ ($32,\text{km/h}$)
Geöffneter Rundkappenfallschirm$30 - 50,\text{m}^2$$1{,}4 - 1{,}7$ca. $4 - 6,\text{m/s}$ ($15 - 22,\text{km/h}$)

Typische Anwendungsbereiche für den Endgeschwindigkeits-Rechner

Der Endgeschwindigkeits-Rechner bietet wertvolle Unterstützung in zahlreichen wissenschaftlichen und praktischen Einsatzfeldern:

  • Physikunterricht & Ingenieurstudium — Veranschaulichung der Newtonschen Axiome, von Kräftegleichgewichten und der quadratischen Luftwiderstandskraft mit dem Endgeschwindigkeits-Rechner.
  • Fallschirmsport & Skydive-Planung — Abschätzung von Freifallzeiten und Sinkgeschwindigkeiten bei unterschiedlichen Flugfiguren und Höhenprofilen.
  • Aerodynamik & Fahrzeugtechnik — Modellierung von Anströmungs- und Verzögerungsverhalten strömungsumspülter Körper.
  • Meteorologie & Umweltphysik — Berechnung der Fallgrenzgeschwindigkeit von Niederschlagspartikeln wie Regentropfen, Hagelkörnern oder Schneeflocken.
  • Gaming & Physik-Engines — Kalibrierung realistischer Bewegungsparameter für Computerspiele, Flugsimulationen und 3D-Animationen.

Nutzen Sie den Endgeschwindigkeits-Rechner, um physikalische Zusammenhänge interaktiv zu simulieren und verlässliche Kennwerte für Ihre Berechnungen zu erhalten.

Häufige Fragen zu Endgeschwindigkeits-Rechner

Was versteht man unter der Endgeschwindigkeit im freien Fall?

Die Endgeschwindigkeit (auch Fallgrenzgeschwindigkeit oder stationäre Sinkgeschwindigkeit) ist die maximale Geschwindigkeit, die ein Körper im freien Fall erreicht. An diesem Punkt hält die bremsende Luftwiderstandskraft der beschleunigenden Gewichtskraft exakt das Gleichgewicht, sodass keine weitere Beschleunigung mehr stattfindet.

Welche Formel verwendet der Endgeschwindigkeits-Rechner?

Der Endgeschwindigkeits-Rechner berechnet die Grenzgeschwindigkeit mit der hydrodynamischen Widerstandsformel: vt = sqrt((2 * m * g) / (rho * A * cw)). Hierbei stehen m für die Masse, g für die Erdbeschleunigung, rho für die Dichte des Fluids, A für die Querschnittsfläche und cw für den Strömungswiderstandsbeiwert.

Wie hoch ist die typische Endgeschwindigkeit eines Fallschirmspringers?

Ein Fallschirmspringer in stabiler Bauchlage (Fläche ca. 0,7 m², cw-Wert ca. 1,0) erreicht im Endgeschwindigkeits-Rechner eine Endgeschwindigkeit von rund 50 bis 55 m/s, was etwa 180 bis 200 km/h entspricht. In steiler Kopfsprunghaltung (Head-Down) kann die Endgeschwindigkeit auf über 300 km/h ansteigen.

Warum beeinflusst die Masse die Endgeschwindigkeit mit Luftwiderstand?

Im reinen Vakuum fallen alle Körper gleich schnell. In der Erdatmosphäre bremst jedoch der Luftwiderstand. Da die Gewichtskraft proportional zur Masse ist, muss ein schwererer Körper schneller fallen, bis der mit der Geschwindigkeit quadratisch wachsende Luftwiderstand die Gewichtskraft ausgleicht.

Wie wirkt sich die Flughöhe auf die Endgeschwindigkeit aus?

In größerer Höhe ist die Luftdichte geringer. Da die Luftdichte im Nenner der Formel steht, resultiert eine geringere Dichte in einer höheren Endgeschwindigkeit. Bei Sprüngen aus der Stratosphäre können Fallschirmspringer daher sogar die Schallmauer durchbrechen.

Werden meine Berechnungsdaten online gespeichert?

Nein. Der Endgeschwindigkeits-Rechner führt sämtliche mathematischen Berechnungen und Einheitenumrechnungen direkt in Ihrem lokalen Webbrowser durch. Es werden keinerlei Eingaben an einen Server übermittelt.