Elastizitätsmodul-Rechner

Berechnen Sie mit dem Elastizitätsmodul-Rechner den E-Modul, Spannung und Dehnung nach dem Hookeschen Gesetz: E = (F/A)/(ΔL/L₀) präzise und mit Rechenweg.

885.8K Berechnungen Aktualisiert · 2026-08-30 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Elastizitätsmodul-Rechner

Der Elastizitätsmodul-Rechner ermöglicht Ihnen die schnelle und präzise Bestimmung des Elastizitätsmoduls (Youngschen Moduls), der Normalspannung ((\sigma)), der technischen Dehnung ((\varepsilon)) sowie der resultierenden Längenänderung ((\Delta L)):

  1. Berechnungsmodus wählen — Entscheiden Sie im Elastizitätsmodul-Rechner, welche Zielgröße Sie ermitteln möchten (z. B. E-Modul, einwirkende Zug- oder Druckspannung, Dehnung oder Verformungsweg).
  2. Einheiten festlegen — Wählen Sie die passenden Maßeinheiten für Kraft ($, $, $), Abmessungen ($, $, $, $) sowie Spannung und E-Modul ($, $, /mm^2$, $). Der Elastizitätsmodul-Rechner übernimmt alle erforderlichen Einheitenumrechnungen automatisch im Hintergrund.
  3. Messwerte eingeben — Tragen Sie die bekannten Werte für die Prüfkraft ($), den Querschnitt ($), die Ausgangslänge ($) und die gemessene Dehnung bzw. Verlängerung ($\Delta L$) ein.
  4. Ergebnis & Rechenweg auswerten — Der Elastizitätsmodul-Rechner liefert sofort das exakte Ergebnis inklusive einer nachvollziehbaren Formelherleitung und relevanter Zwischenergebnisse.

Formeln & physikalische Grundlagen – Elastizitätsmodul-Rechner

Der Elastizitätsmodul-Rechner basiert auf dem klassischen Hookeschen Gesetz der linearen Elastizitätstheorie. Der Elastizitätsmodul $ (auch E-Modul oder Youngscher Modul genannt) verknüpft die mechanische Normalspannung proportional mit der elastischen Dehnung:

E = Spannung / Dehnung = (F / A) / (DeltaL / L0)

Daraus ergeben sich die zentralen Teilgleichungen:

Spannung (sigma):  sigma = F / A
Dehnung (epsilon): epsilon = DeltaL / L0
E-Modul (E):       E = (F * L0) / (A * DeltaL)
FormelzeichenPhysikalische GrößeGängige Maßeinheiten
***Elastizitätsmodul (Youngscher Modul)$\text{GPa}$, $\text{MPa}$, $\text{N/mm}^2$, $\text{psi}$
$\sigma$ (Sigma)Mechanische Normalspannung$\text{N/mm}^2$, $\text{MPa}$, $\text{bar}$, $\text{psi}$
$\varepsilon$ (Epsilon)Technische Dehnung (relativ)dimensionslos, $%$, $\text{mm/m}$
***Einwirkende Zug- oder Druckkraft$\text{N}$, $\text{kN}$, $\text{MN}$, $\text{lbf}$
***Ausgangsquerschnittsfläche$\text{mm}^2$, $\text{cm}^2$, $\text{m}^2$, $\text{in}^2$
***Ursprüngliche Bezugslänge (Messlänge)$\text{mm}$, $\text{cm}$, $\text{m}$
*$\Delta LElastische Längenänderung$\text{mm}$, $\mu\text{m}$, $\text{m}$

Typische Richtwerte für den Elastizitätsmodul bekannter Werkstoffe

Im Elastizitätsmodul-Rechner können Sie berechnete Werte direkt mit Standardkennwerten gängiger Werkstoffe vergleichen:

Werkstoff / MaterialElastizitätsmodul $ in $\text{GPa}$E-Modul in $\text{N/mm}^2$ ($\text{MPa}$)
Baustahl (z. B. S235, S355)ca. ,\text{GPa}$.000,\text{N/mm}^2$
Edelstahl (austenitisch)ca. - 200,\text{GPa}$.000 - 200.000,\text{N/mm}^2$
Titan & Titanlegierungenca. - 115,\text{GPa}$.000 - 115.000,\text{N/mm}^2$
Aluminium & Knetlegierungenca. ,\text{GPa}$.000,\text{N/mm}^2$
Kupfer & Messingca. - 130,\text{GPa}$.000 - 130.000,\text{N/mm}^2$
Normalbeton (Druck-E-Modul)ca. - 38,\text{GPa}$.000 - 38.000,\text{N/mm}^2$
Bauholz (parallel zur Faser)ca. - 14,\text{GPa}$.000 - 14.000,\text{N/mm}^2$
Thermoplaste (z. B. POM, PA66)ca. {,}5 - 3{,}5,\text{GPa}$.500 - 3.500,\text{N/mm}^2$

Praxisbeispiel: E-Modul aus einem Zugversuch bestimmen

In einem genormten Zugversuch wird eine Rundprobe aus Stahl mit einem Durchmesser = 10,\text{mm}$ und einer Anfangsmesslänge = 100,\text{mm}$ geprüft. Bei einer Zugkraft von = 25,\text{kN}$ misst das Extensometer eine elastische Verlängerung von $\Delta L = 0{,}152,\text{mm}$. So ermittelt der Elastizitätsmodul-Rechner das Ergebnis:

  1. Querschnittsfläche berechnen:
    93498A = \frac{\pi \cdot d^2}{4} = \frac{\pi \cdot (10,\text{mm})^2}{4} \approx 78{,}54,\text{mm}^293498
  2. Normalspannung ($\sigma$) bestimmen:
    93498\sigma = \frac{F}{A} = \frac{25.000,\text{N}}{78{,}54,\text{mm}^2} \approx 318{,}31,\text{N/mm}^2 = 318{,}31,\text{MPa}93498
  3. Dehnung ($\varepsilon$) berechnen:
    93498\varepsilon = \frac{\Delta L}{L_0} = \frac{0{,}152,\text{mm}}{100,\text{mm}} = 0{,}00152 \quad (0{,}152,%)93498
  4. Elastizitätsmodul ($) ermitteln:
    93498E = \frac{\sigma}{\varepsilon} = \frac{318{,}31,\text{N/mm}^2}{0{,}00152} \approx 209.414,\text{N/mm}^2 \approx 209{,}41,\text{GPa}93498

Der Elastizitätsmodul-Rechner bestätigt damit exakt den für Baustahl typischen E-Modul von rund ,\text{GPa}$.

Typische Anwendungsbereiche für den Elastizitätsmodul-Rechner

Der Elastizitätsmodul-Rechner ist ein vielseitiges Werkzeug für Ingenieure, Studenten und Werkstoffprüfer:

  • Werkstoffprüfung & Labor — Schnelle Auswertung von quasistatischen Zugversuchen und Druckprüfungen nach DIN EN ISO 6892.
  • Maschinenbau & CAD-Konstruktion — Ermittlung von elastischen Bauteildurchbiegungen, Dehnungen und Steifigkeiten vor der FEA-Simulation.
  • Bauingenieurwesen & Tragwerksplanung — Berechnung von Verformungen und Durchbiegungen von Trägern, Stützen und Seilen.
  • Ausbildung & Lehre — Anschauliche Unterstützung beim Lösen von Übungsaufgaben in Technischer Mechanik und Werkstoffkunde mit dem Elastizitätsmodul-Rechner.

Annahmen und Berechnungsgrenzen

Der Elastizitätsmodul-Rechner setzt voraus, dass sich der Werkstoff im linear-elastischen Proportionalitätsbereich befindet (unterhalb der Streckgrenze $ bzw. {p0,2}$). Zudem wird von einem homogenen und isotropen Materialverhalten ausgegangen. Für anisotrope Werkstoffe (wie faserverstärkte Kunststoffe oder Holz) oder bei hohen Temperaturen sollten spezialisierte Kennwerte und weiterführende Berechnungsverfahren herangezogen werden.

Häufige Fragen zu Elastizitätsmodul-Rechner

Was berechnet der Elastizitätsmodul-Rechner?

Der Elastizitätsmodul-Rechner ermittelt den Elastizitätsmodul (E-Modul), die mechanische Spannung oder die elastische Dehnung aus Kraft, Querschnittsfläche, Ausgangslänge und Längenänderung nach der Formel E = (F / A) / (ΔL / L₀).

In welcher Einheit wird der Elastizitätsmodul (E-Modul) angegeben?

Der E-Modul wird im SI-Einheitensystem in Pascal (Pa) bzw. Gigapascal (GPa) sowie im Maschinenbau und Bauwesen häufig in Megapascal (MPa) oder Newton pro Quadratmillimeter (N/mm²) angegeben. Dabei gilt: 1 GPa = 1.000 MPa = 1.000 N/mm².

Was ist der Unterschied zwischen Elastizitätsmodul und Festigkeit?

Der Elastizitätsmodul beschreibt die Steifigkeit bzw. den Widerstand eines Werkstoffs gegen elastische Verformung im Hookeschen Bereich. Die Festigkeit (z. B. Zugfestigkeit oder Streckgrenze) gibt hingegen an, welcher mechanischen Belastung ein Material standhält, bevor es plastisch fließt oder bricht.

Gilt der Elastizitätsmodul für alle Belastungsbereiche?

Nein. Die Berechnung über den Elastizitätsmodul-Rechner setzt voraus, dass sich der Werkstoff im linear-elastischen Bereich befindet (Hookesches Gesetz). Bei Überschreiten der Streckgrenze setzt plastische Verformung ein, bei der das lineare Verhältnis nicht mehr gilt.

Werden meine Eingaben auf einem Server gespeichert?

Nein. Alle Berechnungen im Elastizitätsmodul-Rechner finden direkt lokal in Ihrem Webbrowser statt. Es werden keine Daten an externe Server übertragen oder gespeichert.