Ansteckungsrisiko-Rechner: COVID-19 & HIV Risiko-Score

Ermitteln Sie mit dem Ansteckungsrisiko-Rechner Ihr Expositionsrisiko für COVID-19 und HIV anhand von Kontakten, Symptomen, Masken und Schutzfaktoren.

887.4K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-25 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Ansteckungsrisiko-Rechner

Der Ansteckungsrisiko-Rechner ermöglicht Ihnen eine strukturierte Erfassung und vergleichende Bewertung verschiedener Expositionsfaktoren für respiratorische Infektionen wie COVID-19 sowie sexuell oder über Blut übertragbare Infektionen wie HIV.

  1. Coronavirus-Parameter eingeben:

    • Wählen Sie die Altersgruppe und den Grad des Kontakts (z. B. flüchtiger Kontakt, enger Kontakt im Innenraum oder direkte Haushaltsexposition).
    • Geben Sie an, ob Symptome wie Fieber, Husten oder allgemeine Atemwegsbeschwerden vorliegen.
    • Erfassen Sie kürzliche Reisen, Teilnahmen an größeren Veranstaltungen, Vorerkrankungen sowie die konsequente Nutzung von Atemschutzmasken (wie FFP2-Masken).
  2. HIV-Expositionsparameter festlegen:

    • Bestimmen Sie das Expositionsmuster beim Sexualkontakt (z. B. geschützt mit Kondom, ungeschützt oder Hochrisikokontakt).
    • Geben Sie die Anzahl der Sexualpartner im relevanten Zeitraum an.
    • Berücksichtigen Sie die regelmäßige Einnahme einer PrEP (Präexpositionsprophylaxe), eventuelle Nadelexpositionen sowie kürzlich aufgetretene sexuell übertragbare Infektionen (STI).

Anschließend ermittelt der Ansteckungsrisiko-Rechner automatisiert die beiden separaten Subscores und führt sie zu einem aussagekräftigen Gesamtergebnis zusammen.

Formel und Methodik im Ansteckungsrisiko-Rechner

Die Berechnungsmethode im Ansteckungsrisiko-Rechner basiert auf zwei transparent gewichteten Subscores, die schützende und risikoerhöhende Variablen zusammenführen:

Gesamtrisiko = (Coronavirus-Subscore + HIV-Subscore) ÷ 2

Bestandteile der Risikoberechnung:

  • Coronavirus-Subscore: Bewertet Kontaktintensität, aufgetretene Symptome, Reisetätigkeit, Alter und chronische Vorerkrankungen. Konsequentes Tragen geprüfter Masken verringert die Punktezahl.
  • HIV-Subscore: Berücksichtigt Sexualpraktiken, Partneranzahl, Injektionsrisiken und STI-Vorgeschichten. Die verlässliche PrEP-Einnahme wirkt als wesentlicher Schutzfaktor und senkt den Subscore.
  • Skalierung: Alle Teilwerte werden berechnet, durch Schutzfaktoren reduziert und auf eine Skala von 0 bis 100 Punkten normiert.

Typische Anwendungsbereiche für den Ansteckungsrisiko-Rechner

  • Aufklärung und Risikokommunikation: Der Ansteckungsrisiko-Rechner visualisiert verständlich, wie stark Schutzmaßnahmen wie Maskentragen oder PrEP das individuelle Expositionsniveau senken können.
  • Strukturierung vor ärztlichen Beratungen: Nutzer können vor einem Gespräch mit dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt relevante Kontakt- und Expositionsdetails ordnen.
  • Entscheidungshilfe nach Gruppenveranstaltungen: Schnelle Orientierung nach Feiern, Meetings oder Reisen hinsichtlich möglicher nächster Schritte wie Tests oder Kontaktreduktion.

Praxisbeispiel zur Risikobewertung

Angenommen, eine Person verzeichnete einen engen Kontakt im Innenraum zu einer positiv getesteten Person (30 Punkte) bei leichten Symptomen (10 Punkte), trug aber durchgehend eine FFP2-Maske (-15 Punkte). Der Coronavirus-Subscore beträgt 25 Punkte. Liegt gleichzeitig keine relevante HIV-Exposition vor (0 Punkte), liefert der Ansteckungsrisiko-Rechner folgendes Ergebnis:

Gesamtrisiko = (25 + 0) ÷ 2 = 12,5 Punkte (Niedriges Risikoband)

Durch diese Modellierung unterstützt der Ansteckungsrisiko-Rechner dabei, das Zusammenspiel unterschiedlicher Schutzfaktoren im Alltag besser nachzuvollziehen.

Häufige Fragen zu Ansteckungsrisiko-Rechner: COVID-19 & HIV Risiko-Score

Handelt es sich bei diesem Tool um den offiziellen Denver-HIV-Risiko-Score?

Nein. Dieses Tool ist ein transparent gewichtetes Berechnungsmodell zur Risikokommunikation und Ersteinschätzung, kein validierter klinischer Algorithmus.

Entspricht der berechnete Prozentwert einer echten Infektionswahrscheinlichkeit?

Nein. Der Wert ist ein relativer Modell-Score (0 bis 100) und keine epidemiologische Wahrscheinlichkeit. Die reale Ansteckungsgefahr hängt von der lokalen Inzidenz, Viruslast und genauen Expositionsdauer ab.

Was sollte man bei einem erhöhten oder hohen Risikoscore tun?

Suchen Sie zeitnah ärztlichen Rat oder eine Beratungsstelle (z. B. Gesundheitsamt oder Aidshilfe) auf, um über Tests (PCR/Antikörper) oder eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) zu entscheiden.

Welche Schutzfaktoren senken das berechnete Ansteckungsrisiko?

Beim Coronavirus mindern konsequentes Tragen von FFP2-Masken, gute Belüftung und Abstand das Risiko; bei HIV schützen Kondome, PrEP (Präexpositionsprophylaxe) und die Nicht-Nachweisbarkeit unter Therapie.