RLC-Rechner

Kostenloser RLC-Rechner: Berechnen Sie Resonanzfrequenz, Impedanz, Gütefaktor Q und Bandbreite für RLC-Reihen- und Parallelschwingkreise online.

941.3K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-11 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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Der RLC-Rechner ist ein spezialisiertes Online-Tool zur präzisen Analyse elektrischer Schwingkreise. Mit dem RLC-Rechner bestimmen Sie Gesamtimpedanz, Blindwiderstände, Resonanzfrequenz, Gütefaktor $Q$ und die Bandbreite für Reihen- sowie Parallelschaltungen in Echtzeit.

So nutzen Sie den RLC-Rechner

Die Dimensionierung im RLC-Rechner erfolgt in wenigen Schritten:

  1. Schaltungstopologie wählen — Wählen Sie im RLC-Rechner zwischen der RLC-Reihenschaltung (Serienschwingkreis) und der RLC-Parallelschaltung (Parallelschwingkreis).
  2. Bauteilwerte eingeben — Geben Sie den ohmschen Widerstand $R$, die Induktivität $L$ und die Kapazität $C$ ein.
  3. Betriebsfrequenz festlegen — Tragen Sie die gewünschte Signalfrequenz $f$ ein, um Impedanz und Blindwiderstände bei dieser Arbeitsfrequenz zu berechnen.
  4. Ergebnisse ablesen — Der RLC-Rechner liefert sofort die Blindwiderstände $X_L$ und $X_C$, den Scheinwiderstand $|Z|$, die Resonanzfrequenz $f_0$, die Kreisgüte $Q$, die Bandbreite $BW$ sowie das Phasenverhalten.

Formeln & elektrotechnische Grundlagen

Der RLC-Rechner berechnet das Wechselstromverhalten idealer konzentrierter Bauelemente anhand der klassischen Gesetze der Elektrotechnik.

1. Blindwiderstände (Reaktanzen)

  • Induktiver Blindwiderstand der Spule: $$X_L = 2 \pi f L = \omega L$$ Bei steigender Frequenz nimmt der induktive Widerstand linear zu; die Spule sperrt hohe Frequenzen.

  • Kapazitiver Blindwiderstand des Kondensators: $$X_C = \frac{1}{2 \pi f C} = \frac{1}{\omega C}$$ Bei steigender Frequenz sinkt der kapazitive Widerstand; der Kondensator lässt hohe Frequenzen passieren.

2. Resonanzfrequenz (Thomsonsche Schwingungsgleichung)

Resonanz tritt genau dann auf, wenn induktiver und kapazitiver Blindwiderstand betragsmäßig übereinstimmen ($X_L = X_C$). Die ungedämpfte Resonanzfrequenz $f_0$ berechnet sich als:

$$f_0 = \frac{1}{2 \pi \sqrt{L \cdot C}}$$

An diesem Resonanzpunkt heben sich die Blindanteile auf, und der Schwingkreis wirkt nach außen rein ohmsch.

3. RLC-Reihenschaltung (Serienschwingkreis)

In einer Serienschaltung fließt durch alle Bauelemente derselbe Strom. Der RLC-Rechner ermittelt hierbei folgende Kenngrößen:

  • Gesamtimpedanz: $$Z = \sqrt{R^2 + (X_L - X_C)^2}$$ Bei Resonanz sinkt die Gesamtimpedanz auf das Minimum $|Z| = R$ ab (Saugkreis), wodurch der Kreisstrom maximal wird.

  • Gütefaktor (Kreisgüte $Q$): $$Q = \frac{1}{R} \sqrt{\frac{L}{C}} = \frac{X_{L0}}{R}$$ Ein kleiner Serienwiderstand $R$ führt zu einer hohen Kreisgüte und minimalen thermischen Verlusten.

  • Bandbreite ($-3\text{ dB}$): $$BW = \frac{f_0}{Q} = \frac{R}{2 \pi L}$$

4. RLC-Parallelschaltung (Parallelschwingkreis)

In einer Parallelschaltung liegt an allen Zweigen dieselbe Spannung an. Der RLC-Rechner berechnet für diese Topologie:

  • Gesamtimpedanz (ideale Parallelschaltung): $$Z = \frac{1}{\sqrt{\left(\frac{1}{R}\right)^2 + \left(\frac{1}{X_C} - \frac{1}{X_L}\right)^2}}$$ Bei Resonanz kompensieren sich Spulen- und Kondensatorstrom. Die Gesamtimpedanz erreicht ihr Maximum $|Z| = R$ (Sperrkreis).

  • Gütefaktor ($Q$): $$Q = R \sqrt{\frac{C}{L}} = \frac{R}{X_{L0}}$$ Ein großer Parallelwiderstand $R$ sorgt für eine hohe Güte und geringe Dämpfung.

  • Bandbreite: $$BW = \frac{f_0}{Q}$$

5. Dämpfung und Einschwingverhalten

Das Verhältnis zwischen Widerstand, Induktivität und Kapazität bestimmt den Dämpfungsgrad $\zeta$ des RLC-Kreises:

  • Periodischer Schwingfall ($\zeta < 1$ bzw. $Q > 0{,}5$): Der Kreis führt nach Anregung abklingende Schwingungen aus.
  • Aperiodischer Grenzfall ($\zeta = 1$ bzw. $Q = 0{,}5$): Schnellstmögliche Annäherung an den Ruhezustand ohne Überschwingen.
  • Kriechfall / aperiodische Dämpfung ($\zeta > 1$ bzw. $Q < 0{,}5$): Sehr langsame, schwingungsfreie Rückkehr in die Ruhelage.

Typische Anwendungsbereiche

In der Praxis unterstützt der RLC-Rechner zahlreiche elektrotechnische Aufgabenstellungen:

  • Filterdesign & Frequenzweichen — Auslegung von Bandpass-, Bandsperr- und Notch-Filtern in der Audio-, Funk- und Messtechnik.
  • HF-Anpassungsnetzwerke — Resonanzabstimmung für Antennenkoppler und Hochfrequenz-Senderstufen.
  • Lautsprecher-Impedanzentzerrung — Linearisierung von Impedanzspitzen elektrodynamischer Wandler im Lautsprecherbau.
  • Oszillatorschaltungen — Dimensionierung frequenzbestimmender Schwingkreise für Studium, Ausbildung und Laborpraxis mit dem RLC-Rechner.

Häufige Fragen zu RLC-Rechner

Was berechnet dieser RLC-Rechner?

Der RLC-Rechner analysiert Reihen- und Parallelschwingkreise und ermittelt Gesamtimpedanz, induktiven und kapazitiven Blindwiderstand, Resonanzfrequenz f₀, Gütefaktor Q sowie die -3-dB-Bandbreite.

Was gibt der Gütefaktor Q (Kreisgüte) an?

Der Gütefaktor Q beschreibt die Resonanzschärfe und die Dämpfung des Schwingkreises. Ein hoher Q-Wert bedeutet geringe Energieverluste pro Schwingungsperiode, eine schmale Bandbreite und eine hohe Selektivität.

Wie unterscheiden sich RLC-Reihen- und Parallelschwingkreis bei Resonanz?

Im Reihenschwingkreis heben sich XL und XC auf, wodurch die Gesamtimpedanz minimal wird (|Z| = R) und der Strom maximal ist. Im Parallelschwingkreis ist die Gesamtimpedanz bei Resonanz maximal (Sperrkreisverhalten), da sich die Blindströme kompensieren.

Welche Formel nutzt der RLC-Rechner für die Resonanzfrequenz?

Die Resonanzfrequenz f₀ wird nach der Thomsonschen Schwingungsgleichung berechnet: f₀ = 1 / (2 · π · √(L · C)). Sie hängt ausschließlich von der Induktivität L und der Kapazität C ab.

Warum weichen reale Messwerte von den Berechnungen ab?

Reale Schwingkreise besitzen parasitäre Eigenschaften wie den ohmschen Drahtwiderstand und Kernverluste der Spule sowie den Ersatzserienwiderstand (ESR) des Kondensators, welche die Güte dämpfen.

Werden meine eingegebenen Daten auf einem Server gespeichert?

Nein. Sämtliche Berechnungen laufen vollständig lokal in Ihrem Browser ab. Es werden keinerlei Daten übertragen oder gespeichert.