Protein-Molekulargewicht-Rechner

Berechnen Sie das theoretische Molekulargewicht in Da und kDa aus der Aminosäuresequenz – mit Restmassen, Sequenzlänge und genauer Aminosäurezusammensetzung.

883.8K Berechnungen Aktualisiert · 2026-05-06 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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So nutzen Sie den Protein-Molekulargewicht-Rechner

Der Protein-Molekulargewicht-Rechner ermittelt das theoretische Molekulargewicht von Proteinen und Peptiden anhand ihrer Aminosäuresequenz. Das Tool ist eine wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung von SDS-PAGE-Gelen, der Auswertung von Massenspektren sowie bei allgemeinen biochemischen Laboranalysen.

  1. Massenart auswählen – Wählen Sie zwischen der durchschnittlichen Masse (Average Mass) und der monoisotopischen Masse (Monoisotopic Mass).
  2. Aminosäuresequenz eingeben – Fügen Sie die Proteinsequenz im Einbuchstabencode ein (z. B. ACDEFGHIKLMNPQRSTVWY). Ziffern, Leerzeichen und Sonderzeichen filtert das System automatisch heraus.
  3. Ergebnis ablesen – Das Tool liefert sofort das Molekulargewicht in Dalton (Da) und Kilodalton (kDa), die Sequenzlänge sowie die prozentuale Aminosäurezusammensetzung.

Die Anwendung verarbeitet beliebig lange Sequenzen schnell und sicher direkt im lokalen Webbrowser.

Formel & theoretische Grundlagen der Molekulargewichtsberechnung

Der Protein-Molekulargewicht-Rechner berechnet das Molekulargewicht über die Summe der standardisierten Aminosäurerestmassen:

MW = Σ (Restmasse × Anzahl) + H2O

Da bei der Ausbildung jeder Peptidbindung durch Dehydratisierung ein Wassermolekül ($H_2O$) abgespalten wird, geht jede Aminosäure als Restmasse in die Summe ein. Am Ende wird ein Wassermolekül addiert, um die freien Amino- ($N$-Terminus) und Carboxylgruppen ($C$-Terminus) der intakten Peptidkette zu vervollständigen.

ParameterBedeutung
RestmasseMasse der Aminosäure abzüglich $H_2O$ (in Da)
$H_2O$18,01524 Da (durchschnittlich) oder 18,01056 Da (monoisotopisch)
ΣSumme über alle Aminosäurereste der Sequenz

Beispiele für Restmassen (durchschnittliche Masse):

AminosäureEinbuchstabencodeRestmasse (Da)
Glycin (Gly)G57,05
Alanin (Ala)A71,08
Tryptophan (Trp)W186,21

Annahmen und Limitationen

Die Berechnung basiert auf standardmäßigen, unmodifizierten Aminosäuren. Posttranslationale Modifikationen (wie Glykosylierungen, Phosphorylierungen oder Spaltungen von Signalpeptiden) sowie Disulfidbrücken ($-2\text{ H}$) sind im theoretischen Wert nicht enthalten.

Typische Anwendungsbereiche in Labor und Forschung

Der Protein-Molekulargewicht-Rechner kommt in der Biochemie, Molekularbiologie und Biotechnologie vielseitig zum Einsatz:

  • SDS-PAGE & Western Blot – Vorhersage der Bandenhöhe und Wanderungsgeschwindigkeit rekombinanter Proteine im Polyacrylamidgel.
  • Massenspektrometrie (MS) – Abgleich theoretischer Vorläufermassen (Precursor Ions) zur Identifizierung von Peptiden und Proteinen.
  • Expressionskontrolle – Überprüfung rekombinanter Proteine und Fusions-Tags (z. B. His-Tag, GST-Tag) im Laboralltag.
  • Studium und Lehre – Anschauliche Verknüpfung von Primärstruktur, Aminosäurezusammensetzung und physikalischem Molekulargewicht.

Häufige Fragen zu Protein-Molekulargewicht-Rechner

Wie berechnet der Protein-Molekulargewicht-Rechner das Molekulargewicht?

Der Protein-Molekulargewicht-Rechner summiert die Restmassen aller Aminosäuren der Sequenz und addiert die Masse eines Wassermoleküls (18,02 Da für die Durchschnittsmasse bzw. 18,01 Da für die monoisotopische Masse), um die freien N- und C-Termini des vollständigen Proteins zu berücksichtigen.

Was ist der Unterschied zwischen durchschnittlicher und monoisotopischer Masse?

Die durchschnittliche Masse nutzt das gewichtete Mittel aller natürlich vorkommenden Isotope der beteiligten Elemente. Die monoisotopische Masse basiert ausschließlich auf dem jeweils häufigsten Isotop. Letztere ist Standard für hochauflösende Massenspektrometrie (MS), während für SDS-PAGE und klassische Biochemie meist die durchschnittliche Masse genutzt wird.

Werden meine eingegebenen Sequenzdaten gespeichert?

Nein. Sämtliche Berechnungen werden direkt lokal in Ihrem Webbrowser ausgeführt. Es werden keine Daten oder Sequenzen an externe Server übertragen oder gespeichert.

Berücksichtigt der Rechner posttranslationale Modifikationen oder Disulfidbrücken?

Nein. Der Protein-Molekulargewicht-Rechner ermittelt die theoretische Masse anhand der unmodifizierten Primärsequenz. Modifikationen wie Phosphorylierung, Glykosylierung oder der Verlust von Wasserstoffatomen durch Disulfidbrücken werden nicht einbezogen.

Welche Faustregel gilt für die grobe Abschätzung des Proteingewichts?

Als bewährte Faustformel gilt ein durchschnittliches Molekulargewicht von ca. 110 Da (0,11 kDa) pro Aminosäurerest. Ein Protein mit 300 Aminosäuren wiegt somit näherungsweise 33.000 Da bzw. 33 kDa.