SiPM-PDE-Rechner

Berechnen Sie mit dem SiPM-PDE-Rechner die Photonennachweiseffizienz aus Quanteneffizienz, Triggerwahrscheinlichkeit, Füllfaktor und Überspannung.

901.2K Berechnungen Aktualisiert · 2026-08-29 Lokale Ausführung · Kein Daten-Upload
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Der SiPM-PDE-Rechner ermöglicht die präzise Abschätzung der Photonennachweiseffizienz (Photon Detection Efficiency, PDE) für Silizium-Photomultiplier (SiPM). Durch die Verknüpfung von Quanteneffizienz ($QE$), Geiger-Triggerwahrscheinlichkeit ($P_{\text{trigger}}$) und geometrischem Füllfaktor liefert das Tool verlässliche Kennwerte für die Optoelektronik, Sensorentwicklung und photonenzählende Messtechnik.

Funktionsweise und Bedienung im SiPM-PDE-Rechner

  1. Eingabemodus wählen — Geben Sie Kennwerte flexibel als Prozentwerte (z. B. 80 %) oder als Dezimalbrüche (z. B. 0,80) ein.
  2. Effizienzparameter eingeben — Tragen Sie die Quanteneffizienz ($QE$), die Lawinen-Triggerwahrscheinlichkeit ($P_{\text{trigger}}$) und den geometrischen Füllfaktor ($\text{Fill Factor}$) Ihres SiPM-Modells ein.
  3. Spannungen ergänzen (optional) — Durch Eingabe der Betriebsspannung ($V_{\text{bias}}$) und der Durchbruchspannung ($V_{\text{breakdown}}$) ermittelt der Rechner die anliegende Überspannung ($V_{\text{ov}}$).
  4. Ergebnisse ablesen — Der SiPM-PDE-Rechner berechnet unmittelbar die resultierende Gesamteffizienz in Prozent und Dezimaldarstellung sowie die relativen Faktorenanteile.

Formeln & Physikalische Grundlagen — SiPM-PDE-Rechner

Die Gesamtwahrscheinlichkeit für den erfolgreichen Nachweis eines einfallenden Photons ergibt sich aus dem Produkt dreier unabhängiger Wahrscheinlichkeiten:

$$\text{PDE}(\lambda, V_{\text{ov}}) = \text{QE}(\lambda) \times P_{\text{trigger}}(V_{\text{ov}}) \times \text{FillFactor}$$

$$\text{V}{\text{ov}} = \text{V}{\text{bias}} - \text{V}_{\text{breakdown}}$$

Die drei Determinanten der Photonennachweiseffizienz:

  • Quanteneffizienz ($\text{QE}$): Gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein einfallendes Photon im aktiven Siliziumvolumen absorbiert wird und ein Elektron-Loch-Paar erzeugt. Sie hängt stark von der Wellenlänge ($\lambda$) des Lichts sowie Antireflexbeschichtungen ab.
  • Geiger-Triggerwahrscheinlichkeit ($P_{\text{trigger}}$): Beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass ein generierter Ladungsträger im hohen elektrischen Feld der Verarmungszone eine selbständige Lawinenentladung zündet. Dieser Wert steigt mit zunehmender Überspannung ($V_{\text{ov}}$) asymptotisch an.
  • Geometrischer Füllfaktor ($\text{FillFactor}$): Das Verhältnis der aktiven, fotosensitiven Fläche aller Mikrozellen zur gesamten Sensorchip-Fläche. Trenngräben gegen optisches Übersprechen und Quenchwiderstände bilden tote Flächen.

Typische Anwendungsbereiche für den SiPM-PDE-Rechner

  • Szintillationsdetektoren & Teilchenphysik: Genaue Abschätzung der Photonenausbeute bei Kalorimetern und Spurdetektoren.
  • Medizinische Bildgebung (PET / SPECT / CT): Optimierung von Detektormodulen für Positronen-Emissions-Tomographen mit Time-of-Flight-Technologie.
  • LiDAR und optische Distanzmessung: Modellierung des Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR) für autonome Fahrzeuge und Entfernungsmesser.
  • Quantenoptik und Fluoreszenz-Lebensdauerspektroskopie (TCSPC): Nachweis einzelner Photonen bei extrem geringen Lichtintensitäten.

Häufige Fragen zu SiPM-PDE-Rechner

Was bedeutet die Photonennachweiseffizienz (PDE) bei einem SiPM?

Die Photonennachweiseffizienz (Photon Detection Efficiency, PDE) beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass ein auf die Sensoroberfläche einfallendes Photon eine detektierbare Geiger-Entladung in einer Mikrozelle des Silizium-Photomultipliers erzeugt.

Wie hängen Überspannung (Overvoltage) und PDE im SiPM-PDE-Rechner zusammen?

Eine höhere Überspannung (Vov = Vbias - Vbreakdown) verstärkt das interne elektrische Feld im Avalanche-Bereich und steigert damit die Triggerwahrscheinlichkeit (Ptrigger). Dadurch steigt die PDE, allerdings nehmen auch Dunkelzählrate und optisches Übersprechen zu.

Was unterscheidet den geometrischen Füllfaktor von der aktiven Fläche?

Der geometrische Füllfaktor beschreibt das Verhältnis der lichtempfindlichen Fläche aller Mikrozellen zur gesamten SiPM-Sensorfläche. Inaktive Randbereiche, Leiterbahnen und Quenchwiderstände reduzieren diesen Faktor auf typischerweise 50 % bis 85 %.

Werden eingegebene Sensordaten im SiPM-PDE-Rechner gespeichert?

Nein. Alle Berechnungen laufen ausschließlich lokal in Ihrem Webbrowser ab. Es werden keinerlei Messwerte oder Betriebsspannungen an externe Server übermittelt.